IT / KommunikationFr, 01.02.2013 12:20

Ab in die Wolke - Heilsbringer Cloud Computing?

Von: Torsten Langer

Die Cloud wird in Unternehmen die nächsten Jahre bestimmen. Das zeigen die Ergebnisse des Datagroup Trendmonitors, einer Befragung von 4.000 Geschäftsführern kleiner und mittelständischer Unternehmen sowie 600 IT-Verantwortlichen in den Top-Unternehmen Deutschlands. Gefragt nach den Top Trends der Zukunft nahm Cloud Computing nach Mobile Computing Platz zwei des Rankings ein. Aber was verbirgt sich dahinter?

Die Fülle an Definitionen ist gewaltig. Eine Einordnungsmöglichkeit sich die Nutzer. Demnach sind Cloud Computing Angebote zentralisiert erbrachte Betriebs- und Infrastruktur-Dienste, die für Geschäftskunden über das Internet angeboten werden. Für Unternehmen kann die Cloud eine echte Alternative zum Betrieb der IT im eigenen Haus darstellen. Zum Beispiel dann, wenn Unternehmen aufwändige IT-Investitionen in Hardware, Software, Rechenzentrums-Facilities und Mitarbeiterressourcen scheuen. Vor allem letztere sind in Zeiten des Fachkräftemangels in der IT-Branche oft schwer zu finden. Viele Cloud Computing Lösungen basieren auf flexiblen Kostenmodellen, meist in Abhängigkeit zur Nutzungsintensität, die gerade für kleine und mittelständische Unternehmen von Vorteil sind.

Bei allen Vorteilen sind Unternehmen jedoch auch unsicher. Bedeutet Cloud Computing den Verlust der Datenhoheit? Nein. Bei seriösen Anbietern im Markt hat der Kunde stets die volle Gewalt über seine Daten. Um das sicherzustellen, ist allerdings im Vorfeld ein detaillierter Blick auf den Anbieter unumgänglich, ggf. unter Einschaltung externer Unterstützung. Hinweise auf Seriosität und Sicherheit bieten Zertifizierungen anerkannter bzw. behördlicher Stellen. Dazu zählen vor allem die Zertifikate des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik sowie Zertifizierungen nach ISO 27001 bzw. ISO 20000.

Worauf muss also bei der Auswahl eines Cloud Computing-Anbieters geachtet werden? Seriosität und Vertrauenswürdigkeit sowie Leistungsfähigkeit und Fachkompetenz sind die vier wichtigen Eckpfeiler. Dazu kommt ein weiterer wesentlicher Punkt: Bietet ein Anbieter ausreichenden Datenschutz und IT-Sicherheit?

Gute Indikatoren dafür sind entsprechende Zertifizierungen durch behördliche Stellen, Referenzen und die Kommunikation mit dem Anbieter in der Auswahlphase. Versteht er die Anforderungen und Unsicherheiten des Interessenten? Ist sein Angebot flexibel genug, um darauf einzugehen? Bietet er eine für den Interessenten maßgeschneiderte Lösung? Ergo: Ist er ein Partner auf Augenhöhe, dem Sie Ihre Daten und Applikationen anvertrauen möchten?

Zum Autor: Torsten Langer ist Geschäftsführer Datagroup Bremen GmbH. Weitere Informationen sind unter www.datagroup.de abrufbar.