IT / KommunikationDi, 18.12.2012 08:44

Apps und mobile Dienste – Tipps für Unternehmen

Rund 40 Prozent der Deutschen besitzen mittlerweile ein Smartphone. Viele Unternehmen möchten diesen Trend nutzen, zum Beispiel mit eigenen Apps. Allerdings werden diese Smartphone-Projekte oft nach dem Prinzip „Versuch und Irrtum“ entwickelt. Der neue Leitfaden „Apps & Mobile Services – Tipps für Unternehmen“ des Bitkom e.V. hilft Unternehmen bei ihrer Mobil-Strategie. Die Tipps reichen von der Planungsphase über technische Fragen bis zur Verteilung von Smartphone-Programmen an Mitarbeiter.

„Immer mehr Unternehmen erkennen, dass es an der Zeit ist, mobile Strategien zu entwickeln, etwa mit einer speziellen Website oder einer eigenen App“, sagt Bitkom-Experte Tobias Arns. „Für eine erfolgreiche Präsenz auf Smartphones und Tablet Computern muss zunächst geklärt werden, wer die Zielgruppen sind und was das mobile Angebot überhaupt leisten soll. Wer ohne Strategie dem Impuls „Wir brauchen eine App“ folgt, läuft Gefahr am Bedarf vorbei zu entwickeln.“

Der Leitfaden gibt Unternehmen auch konkrete Ratschläge bei der Umsetzung eigener Apps oder mobiler Websites. So muss vor der Entwicklung einer App die Plattformen ausgewählt werden. Je nach Einsatzzweck bieten native, direkt für eine Mobilplattform geschriebene Programme oder auf Web-Technologie basierende Apps Vorteile. Letztere funktionieren auf jedem mobilen Endgerät mit einem modernen Browser. Dafür können native Programme direkt auf die Hardware des Smartphones zugreifen.

Der Leitfaden gibt außerdem Tipps zur Verteilung von Apps. Sind diese etwa nur für die eigenen Mitarbeiter gedacht, sollten sie nicht über öffentliche Plattformen wie Apples App Store oder den Play Store von Google verteilt werden. Für Unternehmen interessanter sind dagegen so genannte Mobile Device Management Systeme (MDM). Damit lassen sich Smartphone-Programme unabhängig von den öffentlichen App-Shops nur auf den Mobiltelefonen der Mitarbeiter installieren.

Auch der Trend „Bring your own Device“ (BYOD) wird beleuchtet. Immer mehr Angestellte nutzen privat Smartphones und Tablet Computer, die sie auch beruflich einsetzen wollen. Das stellt Unternehmen vor Probleme, etwa beim Datenschutz. Ein Verbot, die privaten Geräte am Arbeitsplatz einzusetzen, kann die Attraktivität als Arbeitgeber insbesondere bei jüngeren Bewerbern verschlechtern. Unternehmen sollten stattdessen aktiv mit der Herausforderung umgehen. Klare Regeln zum Einsatz von privaten Smartphones sind hilfreich. Auch technische Ansätze, etwa Container-Lösungen zur besseren Abschirmung geschäftlicher Daten auf mobilen Geräten, können die Sicherheitsrisiken deutlich verkleinern.

Der Leitfaden „Apps & Mobile Services - Tipps für Unternehmen“ kann unter www.bitkom.org/de/publikationen/38337_74423.aspx kostenfrei heruntergeladen werden.

(Redaktion)