WirtschaftMi, 08.01.2014 08:52

Arbeitslosenquote im Dezember bei 3,9 Prozent

Die Arbeitslosenzahl stieg in Baden-Württemberg im Vergleich zum Vormonat 1,1 Prozent auf 224.896 Personen. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg um 0,9 Prozent gestiegen. Vor einem Jahr lag die Quote ebenfalls bei 3,9 Prozent. Das teilt die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit mit.

„Eine schleppende Konjunktur zu Jahresbeginn, ein langer kalter Winter in der ersten Jahreshälfte und die damit fehlende Frühjahrsbelebung haben dazu beigetragen, dass die Zahl der Arbeitslosen in Baden-Württemberg im Jahresschnitt 2013 über der Zahl von 2012 liegt. Bei einer anziehenden Konjunktur erwarte ich 2014 für den Südwesten einen Rückgang der Arbeitslosigkeit, der aber nicht mit dem Aufbau an Sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung Schritt halten kann“, erklärt Eva Strobel, Leiterin der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit.

Baden-Württemberg liegt weiter auf Rang zwei hinter Bayern (3,7 Prozent), was die Arbeitslosenquote bei den Erwachsenen betrifft. Bei den Jugendlichen liegt Baden-Württemberg mit 2,6 Prozent vor Bayern (2,7 Prozent) an der Spitze aller Bundesländer.

Die Zu- und Abgänge an Arbeitslosen sind gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Im Dezember meldeten sich 55.162 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 5,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 52.754 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 0,1 Prozent weniger als im Dezember 2012. Seit Jahresbeginn haben sich 714.633 Menschen arbeitslos gemeldet, dies sind 1,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig konnten von Januar bis Dezember 712.477 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden, dies sind 3,4 Prozent mehr als noch im gleichen Zeitraum 2012.

Die unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen innerhalb des Landes haben auch im Dezember zu einer großen Bandbreite der Arbeitslosenquoten geführt. Sie liegt zwischen 2,5 Prozent (Enzkreis) und 7,3 Prozent (Stadtkreis Pforzheim). Insgesamt bleiben von den 44 Stadt- und Landkreisen im Südwesten 28 unter der landesweiten Arbeitslosenquote von 3,9 Prozent. Im Vergleich der Regierungsbezirke war die Quote im Bezirk Tübingen mit 3,3 Prozent am niedrigsten, gefolgt von Freiburg mit 3,7 Prozent und Stuttgart mit 4,0 Prozent. Schlusslicht ist Karlsruhe mit 4,3 Prozent.

Im Oktober 2013 gab es im Land 4.212.700 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, das sind 1,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Baden-Württemberg liegt damit auf Platz zwei bei den Flächenländern und deutlich über dem Bund, der einen Zuwachs von 1,2 Prozent verzeichnet. Mit Blick auf das Vorjahr ist ein Rückgang um 2,4 Prozent bei den Energieversorgern zu beobachten. Die Zeitarbeit zieht wieder deutlich an (plus 2,8 Prozent).

Im Jahresschnitt 2013 weist Baden-Württemberg eine Arbeitslosenquote von 4,1 Prozent auf, sie liegt 0,2 Prozentpunkte über dem Jahresschnitt von 2012. Der Südwesten hat damit hinter Bayern (3,7 Prozent) die zweitniedrigste Quote aller Bundesländer. Durchschnittlich waren im Südwesten 233.945 Menschen ohne Arbeit. Das ist gegenüber 2012 eine Zunahme um 5,3 Prozent oder 11.749 Personen.

„2014 wird laut Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Abbau der Arbeitslosigkeit (minus 8.000) nicht mit dem Aufbau der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung (plus 50.000) bei einem geschätzten BIP-Wachstum von 1,8 Prozent im Land Schritt halten können. Mehr neue Stellen aus Arbeitslosigkeit heraus zu besetzen, ist das Ziel der BA in Baden-Württemberg für 2014, um keinen Nährboden für eine sich wieder verfestigende Sockelarbeitslosigkeit zu bieten“, erklärte Eva Strobel.

(Redaktion)