WirtschaftFr, 05.08.2011 08:58

Ausbildungsmarkt im Südwesten boomt

Nach Angaben der zwölf baden-württembergischen Industrie- und Handelskammern (IHK) haben bis Ende Juli 2011 bereits 33.602 Jugendliche einen Ausbildungsvertrag bei den Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung unterschrieben. Im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres ist dies ein Plus von 9,3 Prozent.

Diese Entwicklung zeigt, dass die Unternehmen sich engagieren, um dem Fachkräftemangel vorzubeugen. Im zunehmenden Wettbewerb um geeignete Auszubildende ziehen sie ihre Einstellungen im Verlauf des Jahres häufig vor. Dies bedeutet für Jugendliche, die sich derzeit noch auf Ausbildungsplatzsuche befinden, dass sie sich so rasch wie möglich bewerben sollten. Denn die  Chancen stehen laut IHKs sehr gut, noch in diesem Herbst eine Berufsausbildung zu beginnen. Auch bei den baden-württembergischen Arbeitsagenturen waren im Juli noch immer mehr Lehrstellen als Ausbildungsbewerber gemeldet.

In der Region Stuttgart gibt es aktuell einen Überschuss an Ausbildungsplätzen und mehr abgeschlossene Verträge als im Vorjahr. Bis Ende Juli haben nach Angaben der IHK Region Stuttgart 7.760 Jugendliche eine Lehrstelle erhalten. Das sind 4,7 Prozent mehr als zum selben Stichtag im vergangenen Jahr. In der IHK-Lehrstellenbörse werden aktuell noch über 1.500 freie Ausbildungsplätze für den Start im kommenden Herbst angeboten.

Um die Unternehmen in der Region Stuttgart bei der Besetzung ihrer freien Stellen zu unterstützen, hat die IHK in den Kreisen Stuttgart, Böblingen, Rems-Murr und Esslingen-Nürtingen ein neues Kooperationsprojekt mit den örtlichen Arbeitsagenturen gestartet: Bewerber werden von ihrer Arbeitsagentur und der IHK gemeinsam beraten und vermittelt. Unter der Überschrift „Azubi Gesucht – IHK-Bewerbervermittlung“ erstellen die IHK-Ausbildungsexperten ein Anforderungsprofil für die zu besetzende Lehrstelle und gleichen es mit dem Qualifikationsprofil möglicher Bewerber ab. Sobald Betriebe beziehungsweise Bewerber einverstanden sind, tauschen die Projektpartner die entsprechenden Daten aus.

(Redaktion)