IT / KommunikationDo, 14.07.2011 09:48

BMWi-Studie: Multidimensionales Internet öffnet Zukunftsmärkte

Die Konvergenz der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) wird weiter an Bedeutung gewinnen und in nahezu allen Bereichen der Wirtschaft eine dominierende Rolle als treibende Kraft für Produkt-, Prozess- und Dienstleistungsinnovationen spielen. Am stärksten steigt der Anteil der IKT an der Wertschöpfung in den Bereichen Energie, Gesundheit und Lifestyle.

Starke Wachstumsimpulse aufgrund innovativer Geschäftsmodelle werden aber auch in den Bereichen Wohnen (Stichwort: Smart Home), Mobilität und Robotik erwartet. Allein bei technischen Assistenzsystemen, die Menschen zu Hause, unterwegs oder am Arbeitsplatz unterstützen, ist von der Entstehung eines Milliardenmarkts auszugehen. Auch klassische deutsche Wirtschaftszweige wie der Maschinen- und Anlagenbau können von den technischen Entwicklungen stark profitieren und ihre Stellung im internationalen Wettbewerb weiter verbessern.

Die Studie macht aber auch deutlich, dass Deutschland ausreichend Fachkräfte mit neuen Qualifikationsprofilen benötigt. Nur so können die hohen technischen und wirtschaftlichen Innovationspotenziale - vor allem auch des Mittelstandes - nachhaltig ausgeschöpft werden.

Einen Schwerpunkt der Studie bildet das so genannte multidimensionale Internet, also die Möglichkeit, entfernte Dinge und Sachverhalte über das Internet immer realitätsgetreuer hörbar, sichtbar, spürbar und erlebbar zu machen. Diesem Zweck dienen zum Beispiel vernetzbare Sensoren und 3D-Technologien. Relevant wird diese Technik etwa bei Robotern, die mit gleichsam kognitiven Fähigkeiten so zu "intelligenten" Assistenten werden, die eigenständig und verlässlich handeln.

Die Studie macht nicht nur das erhebliche Zukunftspotential gerade auch multidimensionaler Anwendungen deutlich. Sie verdeutlicht auch, dass diese besondere Technik branchenübergreifende Lösungen erfordert. Das Ziel des BMWi ist es daher, über Branchen hinweg Stärken der privaten und öffentlichen Forschungsinfrastruktur zu bündeln und insbesondere das Innovationspotenzial des Mittelstands noch besser auszuschöpfen.

Die Studie "Technologische und wirtschaftliche Perspektiven Deutschlands durch die Konvergenz der elektronischen Medien" wurde von der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH und dem Institut für Gründung und Innovation der Universität Potsdam im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie erstellt.

Unter http://www.vdivde-it.de/publikationen/studien steht die Studie zum Download bereit.

(Redaktion)