Marketing & PersonalMo, 02.07.2012 08:58

Demografierechner Baden-Württemberg bietet praktische Hilfe für Unternehmen

Der Demografierechner Baden-Württemberg ist ein kostenloses Analysewerkzeug und ermöglicht Unternehmen eine schnelle Zusammenfassung ihrer demografischen Situation. Er zeigt die Altersstruktur der Belegschaft und den Fachkräftebedarf bis in das Jahr 2025. Der Demografierechner Baden-Württemberg wurde von der Industrie- und Handelskammern in Baden-Württemberg zusammen mit der WifOR Wirtschaftsforschung GmbH entwickelt.

„Die Unternehmen, die die demografische Entwicklung schon heute einkalkulieren und ihre Personalplanung danach ausrichten, haben bessere Wettbewerbsbedingungen", sagt Dr. Herbert Müller, Präsident der IHK Region Stuttgart und Federführer der zwölf baden-württembergischen IHKs für dieses Thema. Mit dem kostenlosen Online-Instrument wolle man den Betrieben entsprechende Unterstützung im Wettbewerb bieten.

Der Demografierechner analysiert die demografische Situation des Betriebs auch im Vergleich zur Branche, zur Region und in der Detailversion aufgegliedert in einzelne Berufsgruppen. So können Unternehmer zum Beispiel ablesen, wie viele Stellen, die durch Rente oder Fluktuation frei werden, jährlich neu besetzt werden müssen. „Diese Information erleichtert es den Betrieben, sich selbst einzuschätzen und ihre Personalmaßnahmen auch entsprechend der Wettbewerbssituation in ihrer Region optimal auszurichten", erläutert Dr. Müller.

Der Demografierechner ist eine Weiterentwicklung des IHK-Fachkräftemonitors Baden-Württemberg, der die Entwicklung von Angebot und Nachfrage auf dem Fachkräftearbeitsmarkt insgesamt in 105 Berufsgruppen, in den zwölf IHK-Regionen des Landes und in 17 Branchen bis zum Jahr 2025 aufzeigt. Durch die Verknüpfung mit den Daten des Fachkräftemonitors können nun erstmals in einem Demografierechner Unternehmensdaten mit der Fachkräfteentwicklung in der Region und in einzelnen Branchen verglichen werden. „Der Nutzer kann ermitteln, wie die Arbeitsmarktsituation für die gesuchten Fachkräfte zu dem Zeitpunkt aussieht, zu dem er offene Stellen besetzen muss - sowohl in der Region wie für die einzelnen Branchen", fasst Dr. Müller zusammen.

Derzeit gibt es in Baden-Württemberg knapp vier Millionen Fachkräfte mit einer dualen oder akademischen Ausbildung. Bereits bis zum Jahr 2025 werden der Südwestwirtschaft 362.000 Fachkräfte weniger zur Verfügung stehen, das entspricht einem Rückgang von knapp zehn Prozent. Umso wichtiger sei es für Unternehmen, schon heute zu wissen, wie sich dieser Wandel auf ihre Belegschaft auswirken werde, so der IHK-Präsident.

Der IHK-Demografierechner Baden-Württemberg steht ab sofort im Internet unter www.demografierechner-bw.de zur Verfügung.

(Redaktion)