MittelstandDi, 22.12.2009 09:03

Informationen zum betrieblichen Umweltschutz

Für Schreiner und Zimmerer sowie für Unternehmen der Metallbearbeitung hat das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg sein Angebot auf der Internetplattform für betrieblichen Umweltschutz aktualisiert und erweitert.

Neue Themenfelder für Schreiner und Zimmerer sind beispielsweise Leichtbauplatten, Wood-Plastic-Composites - eine Kombination von Holzfasern und Kunststoff für Fassadenverkleidung, Terrassenbelag und Fensterrahmen - sowie Nanolacke. Informieren können sich Interessierte auch über die Produktanforderungen aus der Energieeinsparverordnung und die Möglichkeiten, aus der Region Holz zu beziehen.

Der Bereich für Unternehmen der Metallbearbeitung wurde um das Thema Energieeffizienz erweitert. Der Anteil der Energiekosten an den Gesamtkosten bei Unternehmen der Metallbearbeitung liegt durchschnittlich bei wenigen Prozent, kann aber bei kleinen und energieintensiven Unternehmen auch bis zu 15 Prozent betragen. In verschiedenen Untersuchungen wird das Einsparpotenzial auf 20 bis 30 Prozent geschätzt.

Große Stromverbraucher sind beispielsweise Werkzeugmaschinen, insbesondere Bearbeitungszentren, Laserbearbeitungsmaschinen, Erodiermaschinen und Pressen, die Versorgung mit Prozess- und Hilfsstoffen, beheizte Prozessbäder und Nebenanlagen wie Kompressoren, Klimageräte, Ventilatoren, Pumpen und die Beleuchtung. Viel Wärme verbrauchen beispielsweise thermisch beheizte Prozessbäder, Lackieranlagen, Trockner und Einbrennöfen. Große Verluste bei der Raumwärme entstehen bei der Zwangsentlüftung, offenen Hallentoren sowie bei Be- und Entladevorgängen. Für alle diese Prozesse und Anlagen sind auf der Plattform Hinweise für Energie- und Kosteneinsparungen zu finden.

Seit 2005 betreibt das Wirtschaftsministerium die Internetplattform für betrieblichen Umweltschutz. Unternehmen, Handwerksmeister, Umweltverantwortliche und Interessierte finden dort Tipps für eine umweltschonende Betriebsführung für zwölf Branchen, unter anderem Unternehmen der Metallbearbeitung, Schreiner und Zimmerer.

Darüber hinaus sind dort branchenspezifische Informationen zu Einsatzstoffen und Produktionsverfahren sowie Alternativen, die sowohl ökonomisch als auch ökologisch sinnvoll sind, und Informationen zu allen wichtigen Umweltthemen wie Abfallwirtschaft, Gewässer- und Bodenschutz sowie Luftreinhaltung eingestellt.

Im Internet (siehe Link) bietet das Wirtschaftsministerium jetzt die "Förderhilfen Betrieblicher Umweltschutz" mit Förderprogrammen des Landes, des Bundes und der EU zum Download an.

(HWK RT)