Marketing & PersonalDi, 20.03.2012 09:51

Neues Gesetz für mehr Transparenz bei Online-Geschäften

Verbraucher sollen ab sofort besser vor Kostenfallen im Internet geschützt werden. Dazu hat der Bundestag Anfang März ein Gesetz verabschiedet, das Betreiber von Online-Shops zu mehr Transparenz verpflichtet. Darauf weist die Handwerkskammer Reutlingen hin.

So müssen künftig alle wichtigen Informationen, wie etwa zur Ware oder Dienstleistung, zur Vertragslaufzeit, zum Preis und den Versandkosten, nicht nur deutlicher als bisher hervorgehoben, sondern auch zwingend vor Vertragsabschluss erteilt werden. Während der Anbieter frei entscheiden kann, wie die geforderte Hervorhebung gestalterisch umgesetzt wird, ist der Zeitpunkt, wann die Informationen zur Verfügung gestellt werden müssen, eindeutig festgelegt: Er muss unmittelbar vor dem Vertragsabschluss liegen.

Die rechtssichere Umsetzung innerhalb des Bestellvorgangs erfolgt durch die so genannte „Button-Lösung“. Verbraucher bestätigen per Klick auf eine Schaltfläche, dass ihnen die Zahlungspflicht bekannt ist. Der Button muss deshalb die Wörter „zahlungspflichtig bestellen“ oder eine andere unmissverständliche Formulierung aufweisen. Wichtig: Fehlt diese geforderte Schaltfläche innerhalb des Bestellvorgangs, kommt der Vertrag nicht zustande.

Das Gesetz tritt voraussichtlich zum 1. Juli 2012 in Kraft. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) empfiehlt allen Betreibern von Online-Shops, die neuen Vorgaben rechtzeitig umzusetzen. Ein ZDH-Merkblatt über die rechtlichen Anforderungen steht unter www.hwk-reutlingen.de/fileadmin/hwk/recht_dokumente/zdh-infoblatt_websitegestaltung_bei_verbrauchervertraegen.pdf zur Verfügung.

(Redaktion)