Marketing & PersonalMo, 31.10.2016 10:28

Finanzierung einer Weiterbildung – was gilt es zu beachten?

Von: Martin Otto

Die Bildungsphase endet nie. Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung im Betrieb oder der Hochschule folgt der Eintritt in das Berufsleben. Um stets auf dem aktuellsten Stand in seiner Branche zu bleiben, ist es sehr wichtig, Bildungsmaßnahmen anzunehmen oder selbstständig auszuwählen. Sinnvoll sind Weiter- und Fortbildungen auch für verwandte Branchen, beispielsweise als Kauffrau oder Kaufmann einen zertifizierten Bildungsabschluss im Fachbereich Marketing und Wirtschaftspsychologie zu erzielen.

Angebote zur Weiter- und Fortbildung

Um seinen Wissensstand zu vertiefen, gibt es mehrere Modelle. Ein Fernstudium kann neben dem Beruf ausgeübt werden, da die Anwesenheit in einer Fakultät nur zu Prüfungsterminen verpflichtend ist. Die Lernphase erfolgt mit einem Online-Tutor und selbstständig. Der Zeitaufwand wird vom Studierenden bestimmt und lässt sich mit dem Berufsalltag in Einklang bringen. Eine Alternative bieten Betriebe, die ihre Angestellten fachspezifisch schulen oder durch eine externe Lehranstalt weiterbilden lassen. Meist erfolgen solche Schulungen in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer. Arbeitnehmer dürfen auch selbstständige Fortbildungsmaßnahmen wählen, entscheidend ist, diese mit seinem Arbeitgeber abzusprechen.

Finanzierung der Weiter- und Fortbildung

Eine Liste mit fünf verschiedenen Finanzierungsmodellen, die eine Weiter- oder Fortbildung absichern:

1. Kredit bei Bank oder einem Online-Finanzdienstleister
Der Kredit, wie ihn beispielsweise die Creditplus anbietet, ist die gängigste Variante der Weiterbildungsfinanzierung. Die Konditionen sind durch den niedrigen Leitzins äußerst günstig. Die Höhe des Kredits muss für die volle Abdeckung der Weiter- oder Fortbildung gewährleisten. Berufstätige sollten bei der Finanzierungsaufstellung das Arbeitsmaterial, Fachbücher, Kursgebühren, Prüfungsgebühren und Fahrtkosten mit einplanen.
Lohnenswert ist ein Kredit für Arbeitnehmer/innen, die über ein gesichertes Einkommen verfügen. Und für Studenten, die durch einen Bürgen die Kreditfinanzierung absichern können.

2. Darlehen oder Vollfinanzierung vom/durch Arbeitgeber
Ist die Weiter- oder Fortbildung fachspezifisch für die berufliche Tätigkeit relevant, hilft ein Gespräch mit dem Arbeitgeber. Wer seinen Chef oder die Chefin überzeugt, dass diese Schulung wichtig für die künftige berufliche Weiterentwicklung im Betrieb ist, hat gute Chancen der Kostenübernahme oder zumindest ein Darlehen zu erhalten. Wird eine Bildungsmaßnahme vom Betrieb aus angeordnet oder gewünscht, finanziert der Arbeitgeber diese in der Regel ohne weiteres. Geeignet für Arbeitnehmer/innen aller Altersgruppen.

3. Finanzierung durch ein Privatdarlehen
Investoren stellen über Bildungseinrichtungen Privatdarlehen zur Verfügung, die an einer Bildungsmaßnahme geknüpft sind. Um ein solches Darlehen zu erhalten, müssen Arbeitnehmer einiges beachten und sich beispielsweise um eine Finanzierung bewerben. Eine Garantie der Kostensicherung gibt es nicht, da die Privatdarlehen limitiert sind. Bewerben sollten sich besonders junge ehrgeizige Arbeitnehmer/innen.

4. Staatliche Bildungsförderung
Über Fördervereine oder subventionierte Bildungseinrichtungen können Arbeitnehmer/innen Zuschüsse für Weiterbildungen erhalten. Auskünfte geben die Agenturen für Arbeit vor Ort.

5. Sparen bis die Finanzierung gesichert ist
Arbeitnehmer/innen und Studenten können ihre Weiterbildungsmaßnahmen durch das Sparen finanzieren, wenn der Bildungslehrgang dauerhaft besteht. Durch die eigenständige Finanzierung sichern vor allem Personen mit einer schlechten Bonität ihre künftige Bildung. 

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