Marketing & PersonalFr, 22.03.2013 13:43

Historische Unternehmensfilme und ihr Nutzen für die Markenbildung

Von: Birgit Mann

Aus dem Blickwinkel des digitalen Zeitalters muten historische Filmschätze an wie ein Blick zurück in graue mediale Vorzeit. Deshalb verwundert es kaum, wenn aus Ratlosigkeit eigentlich bedeutende Dokumente für die Unternehmenskommunikation und Markenentwicklung verloren gehen.

Historische Unternehmensfilme sind einzigartige Dokumente der Entwicklung eines Unternehmen und auf vielfältige Weise nutzbar. (Foto: protel)

Historische Unternehmensfilme sind einzigartige Dokumente der Entwicklung eines Unternehmen und auf vielfältige Weise nutzbar. (Foto: protel)

Filme über Werbemaßnahmen, neue Produkte, Verkaufserfolge aber auch über die Unternehmenskultur und die Arbeitswelt früherer Zeiten stehen damit nicht mehr für die Markenführung zur Verfügung. Und doch ist die Historie von großer Bedeutung für eine Marke und deren langfristigen Werterhalt. Das Beispiel der DVD „Technik aus Ulm“ veranschaulicht auf lebendige Art und Weise wie die historischen Zeitzeugnisse zur Identifikation eines Unternehmens und seiner Marke beitragen.                               

Für Unternehmen mit historischem Filmmaterial ermöglicht eine konzeptionell durchdachte und technisch versierte Umsetzung der Digitalisierung neue Einsatzbereiche. Die Inhalte sind wieder präsent, das Marketing kann darauf zugreifen. Vielleicht können sogar Teile davon in aktuelle Kampagnen integriert werden.

Neue Medien wie das Web 2.0 mit Social Media-Plattformen, Video-on-Demand und Smartphones erfordern kreative Ideen in der Kommunikation mit den Zielgruppen. Das bewegte Bild wird dadurch noch wertvoller. In Verbindung mit Geräuschen, Musik und Sprache ist ein Film mehr als nur eine Informationsvermittlung. Filme erzeugen Emotionen und begeistern, wie Millionen Klicks auf verschiedene YouTube-Veröffentlichungen zeigen. Nicht nur mit Werbespots, sondern auch mit dem Mittel des Wirtschaftsfilms werden Marken erschaffen und nachhaltig geprägt.

Deshalb ist es von besonderer Bedeutung, die historische Entstehung einer Marke in Filmdokumenten zu erhalten und diese für die Zukunft zu bewahren. Das Zeitfenster, das analoge Technologie von der digitalen Welt trennt, wird sich immer schneller schließen. Noch sind die technischen Möglichkeiten dafür gegeben, den Sprung in die digitale Welt zu schaffen und damit historisches Film- und Videomaterial zu erhalten.

Zur Autorin: Dipl.-Wirt.-Ing. Birgit Mann arbeitet für die protel Film & Medien GmbH mit Sitz in Ulm. Weitere Informationen sind unter www.protel-film.de abrufbar.

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