UnternehmensnachrichtenFr, 09.10.2009 09:48

Nur keine Angst: Welche Therapie gegen Phobien hilft, klärt ein Expertenchat der Schwenninger BKK

Ein großer Hund, eine aggressive Person oder eine schwierige Prüfung: In vielen Situationen fürchten wir uns. Angst ist ein angeborenes, menschliches Grundgefühl – und völlig normal. Wenn sie jedoch zur Krankheit wird, sprechen Experten von einer „Phobie“. Was Betroffenen hilft, wenn die Angst überhand nimmt, erklärt Diplom-Psychologin Meline Stoy im nächsten Expertenchat der Schwenninger BKK am Dienstag, 13. Oktober, von 20 bis 21:30 Uhr. Der Themenchat trägt den Titel: „Kampf gegen die Angst – Was hilft bei Phobien?“.

Im Expertenchat der Schwenninger BKK: Diplom-Psychologin Meline Stoy von der Charité Berlin (Bild: SBKK).

Im Expertenchat der Schwenninger BKK: Diplom-Psychologin Meline Stoy von der Charité Berlin (Bild: SBKK).

„Angst ist nützlich, sie bereitet uns auf Flucht oder Abwehr vor und kann damit im Extremfall sogar unser Leben schützen“, sagt Meline Stoy von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité Berlin. „Bei einer Phobie tritt Angst jedoch unbegründet, zu stark und zu häufig auf und hält lange an. Dazu kommen körperliche Begleiterscheinungen wie Atemnot, Zittern oder Herzklopfen.“ Viele Faktoren können dazu beitragen, dass eine Phobie entsteht, beispielsweise genetische Veranlagungen, traumatische Situationen oder über die Jahre angeeignete Verhaltensweisen.  

Auslöser für Phobien sind Situationen, Gegenstände, Tätigkeiten, Personen oder auch Tiere. Zu den bekannten so genannten „spezifischen“ Phobien zählen Ängste vor Tieren, zum Beispiel vor Spinnen (Arachnophobie). Diese müssen nicht immer behandelt werden. Dagegen beeinträchtigen andere Phobien den Alltag stark, weil der Betroffene die gefürchtete Situation meidet. Das führt bisweilen zur völligen Isolation, beispielsweise bei einer „Agoraphobie“ – der Angst vor öffentlichen Plätzen beziehungsweise generell vor Situationen, die eine Flucht oder das Erhalten von Hilfe schwierig machen. Eine Therapie ist dann unbedingt notwendig. Zu den Erfolg versprechenden Ansätzen gehört die Konfrontationsbehandlung: Der Betroffene lernt Schritt für Schritt, seine Angst abzubauen.

Alle Fragen rund um Phobien beantwortet die Expertin Meline Stoy im Chat. Wer teilnehmen möchte, kann sich im Internet anonym und kostenlos anmelden (siehe Link).