IT / KommunikationDo, 24.02.2011 09:45

Regionalstudie: IT-Fachkräfte benötigen mehr Fremdsprachenkompetenz

Im Rahmen einer aktuellen Studie untersuchen die IHK Zetis GmbH und die MFG Baden-Württemberg, Innovationsagentur des Landes für IT und Medien, wettbewerbsrelevante Faktoren für den erfolgreichen Ausbau der IT-Region Oberrhein. Erstes und gleichzeitig überraschendes Ergebnis der Erhebung: Trotz Englisch als „Verkehrssprache der IT-Branche“ gibt es sprachliche Barrieren, die die wirtschaftlichen Beziehungen im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Schweiz hemmen. Dass vor allem gute Englischkenntnisse den Zugang zu Märkten, Karrieren und Wissen ermöglichen, scheint nach Experteneinschätzung nicht uneingeschränkt zutreffend.

Die Befragung liefert ein differenzierteres Bild für die Oberrhein-Region: Für IT-Unternehmen im Dreiländereck ist der gleichberechtigte Umgang mit z.B. Französisch und Deutsch sinnvoll und auch notwendig, denn er eröffnet wirtschaftliche Chancen. So berichten Unternehmen konkret von bis zu 20 Prozent zusätzlichen Aufträgen aufgrund ihrer mehrsprachigen Ausrichtung.

Durch diese „Glokalisierung“ – der Wunsch neben der Globalisierung nach sprachlicher Identifikation mit den lokalen Regionen – ergeben sich spezifische Anforderungen an die Aus- und Weiterbildung. Künftig sollen demnach insbesondere die Fremdsprachenkompetenzen der IT-Fachkräfte gestärkt werden.

Insgesamt wurden für die umfassende Studie über 100 internationale Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft befragt. Die Experten waren aufgefordert, die aktuelle Situation des IT-Standorts Oberrhein einzuschätzen und zu bewerten. Gefragt wurde insbesondere auch, welche Voraussetzungen und Erfordernisse notwendig sind, um den IT-Standort am Oberrhein in Zukunft weiter auszubauen und zu stärken.

(Redaktion/MFG)