IT / KommunikationFr, 25.03.2011 08:11

Studie GreenIT: Mehrheit der mittelständischen Betriebe würden Mehrkosten in Höhe von über 50 Prozent akzeptieren

Laut der Studie "Prognose 2011 - Konsolidierung und GreenIT im deutschen Mittelstand" scheuen Unternehmen in der Bundesrepublik im Zusammenhang mit GreenIT keine hohen Kosten. Die Studie wurde vom Deutschen Forum für Hochverfügbarkeit durchgeführt.

Zwar ist es nicht so, dass "Geld überhaupt keine Rolle spielt" - für diese Antwortmöglichkeit entschied sich keiner der im Rahmen der Erhebung befragten Führungskräfte. Aber: Immerhin 53 Prozent gaben an, einen Aufschlag von fünfzig Prozent oder mehr gegenüber herkömmlichen Lösungen zu akzeptieren. Ein Plus zwischen 25 und vierzig Prozent würden weitere dreißig Prozent der Manager in Kauf nehmen.

"Insgesamt sprechen wir also von über achtzig Prozent deutscher Mittelständler, die bereit sind, bei der Umstellung ihrer IT-Systeme auf eine umweltverträglichere Variante sehr viel Geld in die Hand zu nehmen. Das ist eine bemerkenswert hohe Zahl und unterstreicht eindrucksvoll, dass das Thema GreenIT mitnichten bloß ein Marketinggag ist", fasst Uwe Kramer, der Vorsitzende des Deutschen Forums für Hochverfügbarkeit und im normalen Leben Geschäftsführer des Kölner Systemintegrators Kramer & Crew, zusammen.

15 Prozent der Befragten sind bereit, lediglich einen "moderaten" Aufpreis bis maximal 25 Prozent zu bezahlen. Nur zwei Prozent vertreten die Ansicht, GreenIT dürfe auf keinen Fall mehr kosten als herkömmliche Lösungen. "An den Umfrageergebnissen lässt sich leicht das enorme Marktpotenzial ablesen, dass im Thema grüne Informationstechnologie steckt. Spätestens jetzt sind die Anbieter gefragt, mit entsprechenden Strategien, Konzepten und Lösungen an die Anwender heranzutreten", so Uwe Kramer. Bestätigung findet diese Aussage bei den Antworten auf die Frage, was denn aktuell noch das Haupthindernis für eine flächendeckende Verbreitung von GreenIT sei. 56 Prozent meinen: die fehlende Strategie.

(Redaktion/SID)