KMU & FreiberuflerMi, 05.12.2012 12:03

Wie betriebliche Weihnachtsfeiern steuerfrei bleiben

Anlässlich einer betrieblichen Weihnachtsfeier sind übliche Zuwendungen eines Arbeitgebers an seine Arbeitnehmer lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei. Allerdings müssen einige Regeln beachtet werden. Darauf weist der Bund der Steuerzahler Baden-Württemberg hin.

Unter üblichen Zuwendungen bei einer Weihnachtsfeier versteht man z.B. die Gewährung von Speisen und Getränken, die Übernahme der Übernachtungs- und Fahrtkosten sowie Eintrittskarten für kulturelle und sportliche Veranstaltungen. Weiterhin zählen Aufwendungen für den äußeren Rahmen der Weihnachtsfeier (z. B. für Saalmiete, Musik und für künstlerische Darbietungen) dazu.

Neben der Weihnachtsfeier darf während des Jahres nur noch eine weitere steuerfreie Betriebsveranstaltung (z. B. Betriebsausflug) stattgefunden haben. Des Weiteren dürfen die Aufwendungen anlässlich der Weihnachtsfeier insgesamt nicht mehr als 110 Euro inkl. Umsatzsteuer je Arbeitnehmer betragen. Die Gesamtkosten der Weihnachtsfeier werden durch die Zahl der teilnehmenden Arbeitnehmer geteilt. Zuwendungen an Ehegatten oder andere Angehörige, die an der Feier teilnehmen, werden dem Arbeitnehmer zugerechnet.

Bleibt die Weihnachtsfeier in diesem Rahmen, sind die hierbei anfallenden Zuwendungen des Arbeitgebers beim Arbeitnehmer lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei. Geht die Weihnachtsfeier über den vorgenannten Rahmen hinaus, gehören die gesamten Zuwendungen an die Arbeitnehmer, einschließlich der Aufwendungen für den äußeren Rahmen, zum Arbeitslohn.

Die in diesem Fall steuerpflichtigen Zuwendungen müssen zwar im Grundsatz vom einzelnen Arbeitnehmer versteuert werden, eine Pauschalierung der Lohnsteuer ist aber möglich. In diesem Fall hat der Arbeitgeber die Lohnsteuer mit 25 Prozent (zzgl. Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag) zu übernehmen; die Zuwendungen sind im Pauschalierungsfall sozialversicherungsfrei.

Zu den üblichen Zuwendungen gehören auch Geschenke mit einem Gegenwert von maximal 40 Euro inkl. Umsatzsteuer. Teurere Geschenke sind unüblich und damit in der Regel lohnsteuerpflichtig (allerdings mit Pauschalierungsmöglichkeit). Sie bleiben dann im Gegenzug bei der Berechnung der 110-Euro-Grenze außer Ansatz. Geldgeschenke sind immer unüblich und damit lohnsteuerpflichtig, sie können auch nicht pauschal versteuert werden.

(Redaktion)