WirtschaftFr, 24.01.2014 08:15

Zahl der Erwerbstätigen in Baden-Württemberg auf Rekordniveau

Im Jahr 2013 erreichte die Zahl der Erwerbstätigen in Baden-Württemberg das dritte Jahr in Folge einen neuen Höchststand. Jahresdurchschnittlich waren 5,86 Millionen Personen im Land erwerbstätig, so viele wie noch nie zuvor. Der letzte Erwerbstätigenhöchststand aus dem Jahr 2012 wurde damit nochmals um 58.900 Erwerbstätige oder 1,0 Prozent übertroffen. Das teilt das Statistische Landesamt nach ersten vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ mit.

Im Bundesländervergleich war Baden-Württemberg 2013 nach Berlin (+1,9 Prozent) und Hamburg (+1,1 Prozent) das Land mit dem dritt stärksten Erwerbstätigenzuwachs gegenüber dem Vorjahr. Unter den Flächenländern war der prozentuale Stellenzuwachs in keinem anderen Land so hoch wie im Südwesten. Die Erwerbstätigenentwicklung der Bundesländer gegenüber dem Vorjahr reichte von +1,9 Prozent in Berlin bis zu −1,1 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern. Bundesweit stieg die Erwerbstätigenzahl um 0,6 Prozent.

Von der positiven Arbeitsplatzentwicklung im Land profitierten die sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmer, die 71 Prozent aller Erwerbstätigen ausmachen. Nach neuesten Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im Jahr 2013 landesweit durchschnittlich rund 4,13 Millionen Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 1,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Ausschlaggebend für die positive Erwerbstätigenentwicklung in Baden-Württemberg im Jahr 2013 war der Dienstleistungssektor. Die Zahl der Dienstleistungsarbeitsplätze wuchs um 1,3 Prozent auf 3,95 Millionen. Im Produzierenden Gewerbe waren 2013 1,83 Millionen Personen erwerbstätig, 0,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In der Land- und Forstwirtschaft waren dagegen 2.600 Personen weniger erwerbstätig als 2012 (−3,5 Prozent).

Allerdings ließ die Dynamik der gesamten Erwerbstätigenentwicklung im Jahr 2013 unter dem Eindruck der bis Jahresmitte noch schwachen Konjunktur nach, sodass die Zahl der Erwerbstätigen nach einem Zuwachs um 71.800 im Jahr 2012 im vergangenen Jahr etwas geringer ausfiel (+58.900 Erwerbstätige). Diese Tendenz war spiegelbildlich auch bei der Entwicklung der Arbeitslosigkeit zu beobachten. Nach neuesten Angaben der Bundesagentur für Arbeit nahm die Zahl der Arbeitslosen 2013 erstmals seit 2009 wieder leicht zu, und zwar jahresdurchschnittlich um 5,3 Prozent auf 233.900. Im Jahr 2012 war die Arbeitslosenzahl noch um 2,1 Prozent zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote betrug 2013 jahresdurchschnittlich 4,1 Prozent (2012: 3,9 Prozent), bundesweit lag sie bei 6,9 Prozent.

(Redaktion)