UnternehmensnachrichtenMi, 13.07.2011 11:46

Zukunftsorientierte Lebensmittelproduktion: Spatenstich für Hackschnitzelheizwerk bei Alb-Gold

Teigwarenhersteller Alb-Gold aus Trochtelfingen setzt modernste Technologie bei der Umstellung auf erneuerbare Energie ein. Jetzt ist der Spatenstich für ein Hackschnitzelheizwerk erfolgt, mit dem ab Ende Oktober rund 85 Prozent der jährlich benötigten Prozesswärme und Raumwärme aus alternativen Energien gedeckt werden können. Irmgard Freidler, die mit den beiden Söhnen Oliver und André das Unternehmen führt, gab den Startschuss für das zukunftsweisende Projekt.

Lachende Gesichter beim Spatenstich für das Alb-Gold Hackschnitzelheizwerk: (v.l.n.r.) Wolfgang Schuler, Joachim Pfrommer, Wolfgang Lieb, Irmgard Freidler, Günther Kerler, Oliver und André Freidler. (Foto: Alb-Gold)

Lachende Gesichter beim Spatenstich für das Alb-Gold Hackschnitzelheizwerk: (v.l.n.r.) Wolfgang Schuler, Joachim Pfrommer, Wolfgang Lieb, Irmgard Freidler, Günther Kerler, Oliver und André Freidler. (Foto: Alb-Gold)

Die neue Anlage verfügt in der ersten Stufe über eine Kesselleistung von 980 kW. Ein Ausbau auf 1.500 kW ist für die nahe Zukunft geplant.

Mit dem Hackschnitzelwerk hat der Betrieb die Möglichkeit regionale, erneuerbare Rohstoffe zur Energiegewinnung zu nutzen. In der Anlage werden Landschaftspflegeholz, Straßenbegleitgrün und Grüngutschnitt z.B. vom Baum- und Heckenschnitt in Wärme umgewandelt. Den Einsatz von Lebens- oder Futtermitteln zur Energiegewinnung lehnt das Unternehmen ab. Der tägliche Verbrauch im Hackschnitzelwerk wird nach der Inbetriebnahme rund 40 SM³ (Schüttraummeter) betragen. Dies entspricht etwa 2.800 Liter Heizöl, die derzeit noch für die Nudelherstellung benötigt werden. Etwa 700.000 Liter Heizöl können so pro Jahr eingespart werden.

Firmenchefin Irmgard Freidler sieht neben den ökologischen Zielen vor allem aber auch die ökonomischen. Bei einer Investitionssumme von 1,5 bis 2 Millionen Euro sei dies zwingend. Im Zuge der weiter steigenden Energiekosten setzt sie mittelfristig auf eine deutliche Entlastung auf Seiten der Betriebskosten.

Die Umwelt profitiert doppelt von der neuen Anlage. Zum einen durch die starke Reduzierung des Verbrauchs fossiler Brennstoffe und zum anderen durch die Absenkung des CO2 Ausstoß. Die Kohlendioxidbilanz lässt sich sehen: So wurden im vergangenen Jahr mit Heizöl noch 2.807 Tonnen ausgestoßen. Mit dem neuen Hackschnitzelwerk wird sich dies auf rund 20 Prozent des ursprünglichen Wertes reduzieren.

Durch die Investition in Umwelttechnologie kann  der Nudelspezialist von der Alb einen weiteren Meilenstein bei der Umsetzung seiner zukunftsorientierten Lebensmittelherstellung setzen und handelt verantwortungsbewusst gemäß seinem Slogan „Auf innere Werte setzen“. 

(Redaktion)