Wirtschaft, VermischtesDo, 10.04.2008 15:06

Zukunftsstudie: So kommunizieren wir in 25 Jahren

In einer Delphi-Studie hat das Fraunhofer ISI Experten zu den Informations- und Kommunikationstechniken der Zukunft befragt. Vieles sei technisch machbar, sagen die Experten, aber nicht alles sei auch wünschenswert.

3D-Internet mit Hologrammen, superschnelle Quantencomputer oder Brillen, die Bilder vom PC oder Fernseher direkt ins Auge projizieren – Visionen für Informations- und Kommunikationstechniken der Zukunft gibt es zuhauf. Doch welche lassen sich in den nächsten 25 Jahren wirklich umsetzen? Welche Hürden sind zu überwinden? Und haben diese neuen Techniken Auswirkungen auf Lebensqualität, Wirtschaft und Umwelt? Antworten auf diese Fragen liefert die Delphi-Studie „Zukünftige Informations- und Kommunikationstechniken“ des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung in Karlsruhe.

Das Forschungsteam hat über 400 Experten nach ihrer Meinung zu 35 Zukunftsthesen befragt. Während die Experten viele technische Probleme, etwa bei Spracherkennungssoftware, für lösbar halten, sehen sie Hindernisse unter anderem beim Datenschutz, zum Beispiel bei der These, wonach jeder Mensch von einer digitalen Aura umgeben ist, die ständig im Hintergrund Daten mit anderen Personen austauscht. Nicht alles, was technisch machbar ist, sei auch wünschenswert, so die Experten.
Nähere Informationen zum FAZIT-Projekt und zur Studie gibt es unter http://www.fazit-forschung.de.

Der Delphi-Report des Fraunhofer ISI ist im Rahmen von FAZIT entstanden, dem „Forschungsprojekt für aktuelle und zukunftsorientierte IT- und Medientechnologien und deren Nutzung in Baden Württemberg“. FAZIT identifiziert neue Märkte für innovative Medientechnologien. Projektträger ist die MFG Stiftung Baden Württemberg, Projektpartner sind ZEW und Fraunhofer ISI.

Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) untersucht Marktpotenziale technischer Entwicklungen und deren Auswirkungen auf Wirtschaft, Staat und Gesellschaft. Die interdisziplinären Forschungsgruppen konzentrieren sich auf neue Technologien, Industrie- und Serviceinnovationen, Energiepolitik und nachhaltiges Wirtschaften sowie auf die Dynamik neuer Märkte und die Innovationspolitik.

Quelle: Fraunhofer Institut System- und Innovationsforschung