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Wirtschaft | Mo, 28.09.2009 09:54

5. Frauenwirtschaftstage vom 8. bis 10. Oktober in Baden-Württemberg

„Frauen und Geld - Wider die ökonomische Unsichtbarkeit von Frauen“, „Frauen in der Automobilindustrie“, „Bühnenkampf - Kommunikationsseminar für Frauen in führenden Positionen“, „Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf - Chancen im Handwerk“ - dies sind nur einige der Themen von insgesamt 94 Seminaren, Vorträgen, Workshops, Kongressen und sonstigen Veranstaltungen, die im Rahmen der fünften Frauenwirtschaftstage in diesem Jahr stattfinden.


Vom 8. bis 10. Oktober 2009 bietet das Wirtschaftsministerium, das die Frauenwirtschaftstage initiiert hat, in Zusammenarbeit mit den Kontaktstellen Frau und Beruf, den Agenturen für Arbeit, den Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, Wirtschaftsförderern, Kommunen, Hochschulen, Frauen- und Wirtschaftsorganisationen, Verbänden und weiteren Beteiligten an 57 Orten im Land Veranstaltungen an. Betriebe und alle interessierten Frauen und Männer haben Gelegenheit, sich zu informieren, auszutauschen und beraten zu lassen.

„Frauen stellen einen nicht mehr zu übersehenden Wirtschaftsfaktor dar. Ob als Fachkräfte, Dienstleisterinnen, Unternehmerinnen oder Wissenschaftlerinnen – sie sind wichtige Triebfedern der Wirtschaft und Gesellschaft“, erklärte Wirtschaftsminister Ernst Pfister im Vorfeld der Frauenwirtschaftstage. Die Veranstaltungen sollen deutlich machen, dass die Wirtschaft des Landes auf Frauen nicht mehr verzichten kann, wenn sie auch in Zukunft im nationalen und internationalen Wettbewerb bestehen will. Schwerpunktthemen sind Frauen auf dem Weg in Führungspositionen, Unternehmerinnen, Unternehmensnachfolge / Existenzgründung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Vernetzung und Kooperation sowie Wiedereinstieg von Frauen in den Beruf.

Der Frauenanteil an allen Erwerbstätigen in Baden-Württemberg hat sich seit Anfang der 80er Jahre von annähernd 40 auf 45 Prozent erhöht. „In Führungspositionen sind Frauen jedoch nach wie vor unterrepräsentiert, obwohl sich ihre berufliche Qualifikation der von Männern immer mehr angleicht“, erklärte der Minister. In Baden-Württemberg übten im Jahr 2007 annähernd 189.000 Männer, jedoch nur rund 52.000 Frauen eine Führungsposition aus. Im Vergleich zu anderen Bundesländern liegt Baden-Württemberg mit einem Frauen-Anteil unter den Führungskräften von 22 Prozent knapp unter dem Bundesdurchschnitt von 23 Prozent. „Bei gleichem Ausbildungsabschluss haben Frauen zudem durchschnittlich ein niedrigeres Nettoeinkommen als Männer“, so Ernst Pfister. Im Jahr 2008 hatten nur knapp 28 Prozent aller vollzeitbeschäftigten Akademikerinnen, aber rund 62 Prozent der männlichen vollzeitbeschäftigten Akademiker ein monatliches Nettoeinkommen von 2.600 Euro und mehr.

Frauenförderung ist daher ein wichtiger Bestandteil der innovativen Wirtschaftspolitik des Landes.

(Quelle: Wirtschaftsministerium)