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Wirtschaft | Di, 04.05.2010 09:13

Aufschwung in Baden-Württemberg verstetigt sich

„Mit dem ersten und zweiten Quartal 2010 hat die baden-württembergische Wirtschaft die Rezessionsphase hinter sich gelassen.“ Dies sagte die Präsidentin des Statistischen Landesamts, Dr. Carmina Brenner, zur aktuellen Ausgabe von »Konjunktur Südwest«. Nach dem tiefen Einbruch der Wirtschaftsleistung im Jahr 2009 stehen die Zeichen nun auf Erholung.


Im ersten Quartal 2010 dürfte nach Brenner die Zunahme des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) zum Vorquartal saison- und kalenderbereinigt knapp 1 Prozent betragen haben, für das zweite Quartal ist mit einem Plus von ebenfalls knapp 1 Prozent zu rechnen. Für das erste Halbjahr bedeutet das ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr um rund 1,25 Prozent. Der Verlauf des Gesamtkonjunkturindikators weist darauf hin, dass der moderate Aufschwung voraussichtlich über das Jahr tragen wird.

„Die Konjunkturaussichten 2010 sind insgesamt gesehen freundlich. Der Aufschwung verstetigt sich“, sagte Brenner. Das Verarbeitende Gewerbe kann gerade in Baden-Württemberg als Schrittmacher für die Gesamtwirtschaft angesehen werden. In der Industrie ist die wirtschaftliche Erholung unverkennbar: Die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe liegt in den Wintermonaten Dezember bis Februar rund 5 Prozent über ihrem Vorjahreswert. Auch im Vergleich zu den Herbstmonaten ist ein deutliches Wachstum zu verzeichnen.

Lebhafte Nachfrageimpulse kommen vor allem aus dem Ausland. Unter den Produkten der Südwestindustrie sind hier insbesondere Investitionsgüter gefragt. Die Entwicklung der Inlandsnachfrage bleibt dagegen bislang noch dahinter zurück. Hier zeigt sich eine fortgesetzte Entspannung, aber noch keine eindeutige Trendwende. Die inländischen Auftragseingänge lassen allerdings künftig auf eine leichte Belebung der Binnennachfrage hoffen. Hieran haben auch die Konjunkturprogramme ihren Anteil, was sich beispielsweise am Volumen der Auftragseingänge im Baugewerbe zeigt.

(Redaktion/Stat. LA)