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Wirtschaft | Di, 02.11.2010 14:27

Auftragsplus von knapp 3 Prozent für die Südwestindustrie im September

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes stiegen die preisbereinigten Auftragseingänge der Südwestindustrie im September 2010 saison- und arbeitstäglich bereinigt zum Vormonat August deutlich um 2,7 Prozent an. Einen kräftigen Zuwachs an Bestellungen gab es insbesondere im Auslandsgeschäft, das unter anderem dank eines Großauftrages um 4 Prozent über dem Ergebnis des Vormonats lag.


Die Inlandsnachfrage brachte ein Plus von 0,6 Prozent in die Auftragsbücher. Eine positive Auftragsentwicklung verbuchten lediglich die Hersteller von Investitionsgütern, deren Bestelleingang kräftig um 5,6 Prozent zulegte. Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern blieben die Orders hingegen spürbar hinter dem Vormonatsergebnis zurück (‑2,2 Prozent). Zu einem kräftigen Auftragsrückgang kam es bei den Konsumgüterproduzenten (‑8,4 Prozent). Im weniger von Schwankungen beeinflussten Zweimonatsvergleich August/September gegenüber Juni/Juli sank das Auftragsvolumen der Südwestindustrie um 0,6 Prozent.

Die Auftragsbücher der Südwestindustrie sind im Vergleich zum Vorjahresmonat gut gefüllt. Im September 2010 überschritten die Industrieaufträge das Vorjahresniveau arbeitstäglich bereinigt kräftig um 17,7 Prozent. Damit gab es den elften Monat in Folge mehr Aufträge als im jeweiligen Vorjahresmonat. Das Wachstumstempo hat sich jedoch nach dem rasanten Start zu Jahresbeginn inzwischen merklich abgeschwächt. Eine hohe Dynamik zeigte insbesondere das Auslandsgeschäft, dessen Zuwachs (21,5 Prozent) erheblich stärker ausfiel als das Plus der Inlandsnachfrage (12,6 Prozent).

In den ersten drei Quartalen 2010 übertrafen die Auftragseingänge arbeitstäglich bereinigt das entsprechende Vorjahresergebnis kräftig um 26 Prozent. Sehr dynamisch verlief hierbei der Nachfrageanstieg aus dem Ausland (31 Prozent). Aber auch das Auftragsplus aus dem Inland war stark aufwärts gerichtet (19,6 Prozent). Ein außerordentlich kräftiges Auftragswachstum verzeichneten im laufenden Jahr sowohl die Produzenten von Investitionsgütern (28 Prozent) als auch die Vorleistungsgüterproduzenten (26,4 Prozent). Im Vergleich hierzu fiel das Auftragsplus bei den Konsumgüterherstellern deutlich schwächer aus (8,7 Prozent).

Nahezu alle bedeutenden Industriebranchen im Land profitierten im Zeitraum Januar bis September 2010 vom Konjunkturaufschwung und zeigten ein dynamisches Wachstum. Im Vorjahresvergleich verzeichnete insbesondere der »Maschinenbau« eine kräftige Ausweitung. Hier stieg die Nachfrage arbeitstäglich bereinigt um 32,5 Prozent. Ein ähnlich hohes Auftragsplus verbuchten auch die Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (30,6 Prozent), die Metallerzeugung und –bearbeitung (30,1 Prozent), die Herstellung von Metallerzeugnissen (28,3 Prozent) sowie die Fabrikation von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (26,8 Prozent) und die Produktion von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (25,7 Prozent). Zu einem deutlichen Nachfragerückgang kam es lediglich bei den Herstellern von pharmazeutischen Erzeugnissen (‑5,8 Prozent).

(Redaktion)