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Wirtschaft | Mi, 20.04.2011 11:10

Baden-Württemberger verfügten 2009 durchschnittlich über 20.500 Euro Einkommen

Nach ersten Berechnungen des Arbeitskreises »Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder« betrug das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte in Baden-Württemberg im Jahr 2009 insgesamt 220,4 Milliarden Euro. Damit hat sich laut Angaben des Statistischen Landesamtes das Einkommen, das den Haushalten im Land für Konsum und Sparen zur Verfügung stand, gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozent verringert.


In Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise ist somit erstmals seit 1991 ein Rückgang des nominalen verfügbaren Einkommens zu verzeichnen. Bundesweit fiel das Minus mit 1 Prozent geringer aus. Bezogen auf den einzelnen Einwohner sank das verfügbare Einkommen hierzulande nominal um 415 Euro bzw. 2 Prozent auf 20.500 Euro. Unter Berücksichtigung der leicht gestiegenen Lebenshaltungskosten im Jahr 2009 um 0,4 Prozent fällt der reale Einkommensrückgang dementsprechend geringfügig stärker aus.

Die negative Entwicklung des verfügbaren Einkommens der privaten Haushalte in Baden-Württemberg ist vor allem auf den starken Rückgang des Primäreinkommens (-3,8 Prozent) zurückzuführen. Neben dem empfangenen Arbeitnehmerentgelt, das im Krisenjahr 2009 aufgrund von Kurzarbeit und Beschäftigungsabbau gesunken ist, ist der Rückgang des Primäreinkommens vor allem dem krisenbedingten starken Einbruch der Selbstständigen- und Vermögenseinkommen geschuldet. Gedämpft wurde die rückläufige Entwicklung des Primäreinkommens einerseits durch die empfangenen monetären Sozialleistungen mit einem Plus von 10 Prozent. Dabei verzeichneten vor allem die Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung, zu denen unter anderem das Kurzarbeitergeld gehört, einen kräftigen Anstieg. Andererseits trug auch der Rückgang der geleisteten Einkommen- und Vermögenssteuern um über 6 Prozent dazu bei, dass sich das verfügbare Einkommen weniger stark als das Primäreinkommen verringert hat.

(Redaktion)