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Vermischtes | Di, 01.07.2008 09:41

Bericht der Landesregierung belegt sinkende Studienzeiten in Baden-Württemberg

Frankenberg: Lehre erfolgreich gestärkt - Studiengebühren sorgen für noch bessere Studienbedingungen


Die Studienzeiten in Baden-Württemberg gehen kontinuierlich zurück. Nach einem Bericht der Landesregierung brauchten Studierende in Baden-Württemberg im Jahr 2006 durchschnittlich 9 Semester für ihr Studium, im Jahr 1991 waren es noch 11,2 Semester. Wissenschaftsminister Frankenberg begrüßte diese Entwicklung; sie zeige die Wirksamkeit der langjährigen Anstrengungen des Landes zur Verbesserung der Lehre.

„Dass es heute möglich ist, schneller zu einem Abschluss zu kommen, hilft vor allem den Studierenden selbst. Die Entwicklung zeigt, dass wir die Lehre in allen Hochschularten erfolgreich gestärkt haben“, sagte Frankenberg am 30. Juni 2008 in Stuttgart. Die kürzere Verweildauer der Studierenden entlaste die Hochschulen und helfe, die Studienbedingungen noch weiter zu verbessern und die steigenden Anfängerzahlen zu integrieren.

Insbesondere an den Universitäten hat dem Bericht zufolge der Anteil der Absolventen, die ihr Studium in relativ kurzer Zeit abgeschlossen haben, kontinuierlich zugenommen. Die Zahl der durchschnittlichen Fachsemester (Studienzeit in dem Studiengang, der mit der jeweiligen Prüfung abgeschlossen wurde) sind von 13,4 Semestern im Jahr 1991 auf 10,1 Semester im Jahr 2006 gesunken. An den Fachhochschulen lag der Wert 1991 bei 8,8 Fachsemestern, bis 2006 sank er auf 8,2. An den Pädagogischen Hochschulen lag die Fachstudienzeit 2006 bei 7,6 Fachsemestern.

Die Verweildauer der Studierenden (gesamte Zeit, die ein Absolvent an einer Hochschule immatrikuliert war) beträgt 10,5 Semester für das Jahr 2006, im Jahr 1991 hatte sie ihren Höhepunkt bei 12,2 Semestern. Bei den Universitätsabsolventen war die Verweildauer mit 12,2 Semestern am höchsten (Fachhochschulen 9,4 Semester, Pädagogische Hochschulen 9,3).

Bachelorabschlüsse machten im Prüfungsjahr 2006 zwar erst 5,3 Prozent der Abschlüsse im Erststudium aus. Dennoch ist dem Bericht zufolge eine Auswirkung auf die Fachstudiendauer bereits messbar: Durch die Bachelorabschlüsse sank der Durchschnittswert an den Universitäten um rund 0,3 Semester und an den Fachhochschulen um etwa 0,1 Semester. Mit der zunehmenden Umstellung der Studiengänge auf die gestufte Bachelor- / Masterstruktur wird mit weiteren Rückgängen der Studiendauer zu rechnen sein.

Nach Einschätzung des Wissenschaftsministers sind die kürzeren Studienzeiten das Ergebnis langjähriger Anstrengungen des Landes zur Verbesserung der Lehre. Dabei habe man, so Frankenberg, verschiedene Ansätze verfolgt: „Wir haben frühzeitig darauf gesetzt, die Prüfungsordnungen neu zu fassen und die Inhalte zu modularisieren Außerdem haben wir in vielen Programmen Projekte für bessere Lehre gefördert und angestoßen“.

Als Beispiele nannte der Minister die Förderung innovativer Projekte in der Lehre, hochschuldidaktische Weiterbildungsmöglichkeiten, die Förderung von Schlüsselqualifikationen, den Landeslehrpreis, das Tutoren- und ein Mentorenprogramm des Landes zur Betreuung von Lehrveranstaltungen und den Landeslehrpreis. „Mit den Einnahmen aus Studiengebühren verbessern wir die Studienbedingungen kontinuierlich weiter und sorgen dafür, dass der Stellenwert der Lehre an den Hochschulen weiter steigt“, sagte Frankenberg.

Quelle: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg