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Vermischtes | Di, 19.01.2010 09:51

Biosphärengebiet Schwäbische Alb auf der Internationalen Grünen Woche

"Naturerlebnis, Wandern, Radfahren, Genuss, Kultur: Das alles macht das Biosphärengebiet Schwäbische Alb aus. Es bietet Gästen aus nah und fern vielfältige touristische Möglichkeiten. Hierfür möchten wir auch in Berlin werben", sagte der baden-württembergische Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Peter Hauk MdL, am Sonntag (17. Januar) anlässlich des Baden-Württemberg-Tags auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Nicht zuletzt die UNESCO-Anerkennung unterstreiche die Einzigartigkeit des Biosphärengebiets.

Die Gemeinde Neidlingen ist Teil des Biosphärengebiets Schwäbische Alb und zieht im Frühjahr zur Kirschblüte viele Besucher an. (Foto: Tabea Knabe)

Die Gemeinde Neidlingen ist Teil des Biosphärengebiets Schwäbische Alb und zieht im Frühjahr zur Kirschblüte viele Besucher an. (Foto: Tabea Knabe)


Die Schwaben gälten schon als bescheiden, die Älbler seien es noch weit mehr, erklärte Landestourismus-Chef Andreas Braun, der gemeinsam mit Minister Hauk das Biosphärengebiet in Berlin präsentierte. Dabei hätten sie im Biosphärengebiet unvergleichliche touristische Attraktionen zu bieten: geologische Sensationen wie den Blautopf , die Fundorte der ältesten Kunst aus menschlicher Hand wie etwa den der Venus vom Hohlen Fels, einzigartige Landschaften mit einer nirgendwo sonst anzutreffenden Flora und Fauna sowie herausragende Produkte wie Alblamm , Albbüffel, Alblinsen oder Albdinkel. Der Geschäftsführer der Tourismus-Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) sieht das Biosphärengebiet Schwäbische Alb als Paradebeispiel für einen nachhaltigen Tourismus. "Echte Erlebnisse und beste regionale Produkte warten dort auf die Gäste".

Auch Minister Hauk unterstrich, im Biosphärengebiet gebe es eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten zu entdecken: traditionelle Kulturlandschaften, geologische Attraktionen und historische Stätten. "Sanfte Hügel wechseln sich ab mit schroffen Felsen, tiefen Trockentälern und weiten Hochflächen", so der Minister. Gleichwohl sei ein Biosphärengebiet aber kein Gebiet, das den Schutz hochwertiger Landschaften unter musealen Gesichtspunkten zum Ziel habe. Vielmehr sei es eine Schutzgebietskategorie, die den Entwicklungsaspekt und die Bedürfnisse des Menschen bewusst mit einbeziehe.

Das Handwerk oder die Gastronomie werde von dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb und von seiner Anerkennung durch die UNESCO daher ebenso profitieren wie ein umweltbewusster und auf Nachhaltigkeit ausgerichteter Tourismus.

"Rund die Hälfte der Gästeübernachtungen in Baden-Württemberg entfallen auf den ländlichen Raum. Gerade die Vielfalt der Angebote macht den Reiz für die Urlauber aus", erklärte Minister Hauk. Reisen sei für die Menschen nach wie vor eines der schönsten Hobbies. Baden-Württemberg habe durch seine herrliche und abwechslungsreiche Landschaft, Natur, Kultur und köstliche regionale Spezialitäten Einiges zu bieten. Dies wolle man auf der Grünen Woche einem breiten Publikum vorstellen.

Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb liegt 50 Kilometer südöstlich von Stuttgart. Beteiligt sind 29 Gemeinden aus zwei Regierungsbezirken und drei Landkreisen sowie der Gutsbezirk Münsingen. Es hat eine rund 40 Kilometer lange Nord-Süd-Ausdehnung und erstreckt sich damit vom Albvorland über den steil aufsteigenden Albtrauf , die Albhochfläche bis an die Donau im Süden. Die Hang- und Schluchtwälder am Albtrauf sind ein markantes naturräumliches Alleinstellungsmerkmal des Biosphärengebietes. Aber auch die landschaftsprägenden Streuobstwiesen im Albvorland und die abwechslungsreiche traditionelle Kulturlandschaft auf der Schwäbischen Alb mit ihren Wacholderheiden , Magerrasen, Wiesen, Weiden, Ackerflächen und Wäldern kennzeichnen das Biosphärengebiet. Ein wichtiger Bestandteil ist auch der ehemalige Truppenübungsplatz Münsingen.

Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb ist mit 85.000 Hektar das siebtgrößte Biosphärenreservat Deutschlands. Es ist bundesweit das einzige, das mit den Städten Reutlingen und Metzingen Teile des Verdichtungsraums umfasst.

(MELR)