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Wirtschaft | Do, 10.11.2011 08:49

Deutlich mehr Ingenieurinnen im Südwesten

In Baden-Württemberg ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen in Ingenieurberufen seit dem Jahr 2000 um rund 7.300 oder 66 Prozent gestiegen. Damit war der prozentuale Zuwachs knapp sieben Mal so stark wie bei den Männern und mehr als elf Mal höher als der Anstieg bei der Gesamtbeschäftigung der Frauen.


Wie das Statistische Landesamt nach Auswertung der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur mitteilt, übten zum Jahresende 2010 im Südwesten fast 18.300 Frauen einen Ingenieurberuf aus. Bezogen auf die insgesamt knapp 1,8 Millionen sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen im Land arbeiteten zwar lediglich 1 Prozent in einem Ingenieurberuf, gleichwohl zeigt die positive Entwicklung der Beschäftigtenzahl, dass dieser Berufszweig bei Frauen immer beliebter wird. Bezogen auf die Gesamtzahl aller gut 152.000 sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ingenieurfachkräfte im Land liegt der Frauenanteil aktuell bei 12 Prozent, fast 4 Prozentpunkte höher als noch vor 10 Jahren.

Ein Blick auf die von den Ingenieurinnen geleistete Arbeitszeit macht deutlich, dass Frauen in Ingenieurberufen weit überwiegend in Vollzeit arbeiten. Rund 82 Prozent der Ingenieurinnen übten zum Jahresende 2010 eine Vollzeittätigkeit aus, deutlich häufiger als alle angestellten Frauen, wo der Wert bei 65 Prozent lag. Entsprechend niedrig war die Quote der in Teilzeit arbeitenden Ingenieurinnen. Mit 18 Prozent war die Teilzeitquote hier nur knapp halb so hoch wie bei allen sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen (35 Prozent).

Von den insgesamt rund 18.300 angestellten Ingenieurinnen im Südwesten waren die Wirtschaftsingenieurinnen mit rund 5.300 am häufigsten vertreten, gefolgt von 4.800 Architektinnen oder Bauingenieurinnen. Zusammen waren dies mehr als die Hälfte aller Ingenieurinnen im Land. Weitere 2.500 Frauen (14 Prozent) waren als Maschinen- oder Fahrzeugbauingenieurin beschäftigt, knapp 1.900 Frauen (10 Prozent) arbeiteten als Chemieingenieurin und 1.700 (9 Prozent) als Elektroingenieurin. Die übrigen knapp 2.100 (15 Prozent) sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ingenieurinnen arbeiteten vorwiegend in den Berufsbereichen Physik und Mathematik, Landschaftsbau und Forstwirtschaft sowie Vermessung.

Vor allem im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen hat die Zahl der Frauen seit dem Jahr 2000 um mehr als 3.600 Personen oder einem Plus von 220 Prozent besonders stark zugenommen. Auch in der Sparte Maschinen- und Fahrzeugbauingenieure hat sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen mehr als verdoppelt (133 Prozent). Einzig bei den Elektroingenieurinnen gab es in den letzten 10 Jahren einen Rückgang um 245 (-13 Prozent).

(Redaktion)