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| Fr, 10.08.2012 09:34

Euro-Bike: Neue Ära des Fahrrads hat begonnen

Das Fahrrad ist für viele Menschen nicht mehr nur ein Fortbewegungsmittel oder Sportgerät, sondern eher ein Lifestyle-Objekt: City-Flitzer, Platz sparendes Faltrad oder Lastenrad, mit Motor oder ohne. Die Euro-Bike in Friedrichshafen zeigt vom 29. August bis 01. September viele neue Trends im Fahrradmarkt.

Im Mittelpunkt der Fahrradmesse Eurobike in Friedrichshafen stehen in diesem Jahr die E-Bikes. (Foto: Messe Friedrichshafen | EUROBIKE | www.eurobike-show.de)

Im Mittelpunkt der Fahrradmesse Eurobike in Friedrichshafen stehen in diesem Jahr die E-Bikes. (Foto: Messe Friedrichshafen | EUROBIKE | www.eurobike-show.de)


Allein rund 400.000 E-Bikes werden in diesem Jahr in Deutschland verkauft, schätzt der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV). Der jährliche E-Bike-Absatz hat sich hierzulande in den vergangenen fünf Jahren nahezu verachtfacht. Das E-Bike eröffnet Radfahrern ganz neue Möglichkeiten: längere Tagesetappen und mehr Höhenmeter für Radwanderer, im Familieneinsatz verlieren der Transport großer Einkäufe und/oder das Ziehen vollbesetzter Kinderanhänger den Schrecken.

Der E-Bike-Boom ruft auch immer mehr neue Marktteilnehmer auf den Plan. Die Liste der führenden Anbieter von Antriebssystemen liest sich wie das Who’s who der Elektronik- und Mobilitätsbranche: Neben Bosch und Panasonic steht etwa auch Yamaha als E-Bike-Ausrüster wieder am Start und konnte den weltgrößten Fahrradhersteller Giant als Abnehmer gewinnen. Der Verband schätzt den längerfristigen Marktanteil von E-Bikes auf mehr als fünfzehn Prozent: „In den Niederlanden hat sich der E-Bike-Markt bereits auf diesem hohen Niveau eingependelt. Mit dieser Entwicklung wird in den nächsten Jahren auch auf dem deutschen Markt zu rechnen sein“, berichtet ZIV-Geschäftsführer Siegfried Neuberger.

Der Fahrradmarkt hat noch einige andere heiße Eisen im Feuer. Der Trend geht zu mehr Lifestyle auf dem Fahrrad als ein Ausdruck der eigenen Persönlichkeit. Nonkonformisten und Individualisten lassen sich etwa von der urbanen Fixie-Subkultur inspirieren, deren optischer Einfluss immer häufiger bei schicken und dennoch verkehrssicheren City-Flitzern zu finden ist. Metronauten setzen auf clevere Falträder, während Technokraten ihr Glück bei den rasanten Speed-Pedelecs finden. Zeitgeistige Familien wiederum nutzen flotte Lastenräder, um Nachwuchs und Einkauf in der Stadt von A nach B zu bringen.

Wie überall, wo Mensch und Maschine beim Sport eine Einheit bilden, kommt der technischen Entwicklung auch beim Radsport eine besondere Bedeutung zu. In der Mountainbike-Szene ist eine kontroverse Diskussion um den idealen Raddurchmesser ausgebrochen. Galten viele Jahre ein Laufmaß von 26 Zoll, dann 29 Zoll als ideal, wollen führende Anbieter im Mountainbike-Segment das Zwischenmaß 27,5 Zoll in den Vordergrund rücken. Auch Rennräder und Mountainbikes werden mehr und mehr zu E-Bikes: Immer mehr Radsportler wechseln bereits die Gänge an ihrem Rennrad mit elektronisch gesteuerten Schaltwerken. Für die Saison 2013 hat der japanische Fahrradausrüster Shimano nun auch elektronische Getriebenaben für sportliche Freizeit-Räder angekündigt. Eine weitere digitale Premiere gibt es auf der Eurobike am Stand von Federungsanbieter Fox Racing Shox zu sehen: Dessen Federgabeln und Hinterraddämpfer kommunizieren ab der nächsten Modellgeneration mit elektronischen Signalen.

Wenn sich in einigen Wochen in Friedrichshafen die internationale Fahrradbranche trifft, werden wieder viele Premieren und Trends zu sehen sein. Die ersten drei Messetage sind den Fachbesuchern und Medien vorbehalten. Am vierten Messetag (Samstag, 1. September 2012) können sich auch Verbraucher über die Neuheiten im Fahrradmarkt informieren. Der Eurobike Demo Day für Fachbesucher und Journalisten findet am Dienstag, 28. August von 10 bis 17 Uhr im Allgäu statt.

Weitere Informationen zur Messe sind unter www.eurobike-show.com abrufbar.

(Redaktion)