Sign In

Welcome, Login to your account.

Wirtschaft | Di, 08.12.2009 10:11

Exporte Baden-Württembergs beginnen sich zu erholen

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes wurden in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres Waren im Wert von knapp 91 Milliarden Euro ausgeführt. Dieser Wert beträgt knapp vier Fünftel der Exportwerte der ersten drei Quartale des Vorjahres (116 Mrd. Euro).

Baden-Württembergische Exporte 1. Quartal 2008 – 3. Quartal 2009


Nachdem die Exporte bereits seit Juni wieder zugenommen hatten, erlitten sie im August einen auch saisonal bedingt starken Rückgang, der aber dank der verbesserten Auftragslage im September zum größten Teil wieder wettgemacht werden konnte. Im Ergebnis waren für das dritte Quartal mit 5,2 Prozent erstmals wieder gestiegene Exportwerte zu verzeichnen. Dabei haben die Enderzeugnisse der gewerblichen Wirtschaft mit einem Wachstum von 6 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2009 leicht überdurchschnittlich zugelegt.

Der Export von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, der mit 16,7 Milliarden Euro gut 18 Prozent der baden-württembergischen Gesamtausfuhren ausmachte, verzeichnete mit einer Steigerung von 12 Prozent im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal eine deutliche Erholung. Er lag dennoch in den ersten drei Quartalen noch gut ein Drittel unter den entsprechenden Werten des Vorjahreszeitraums. Deutlich langsamer erholt sich der Export von Maschinen, der immerhin 22 Prozent der baden-württembergischen Gesamtausfuhr ausmacht. Er hat trotz Belebung im September im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal erneut 2 Prozent eingebüßt. Hier schlägt sich die gegenüber der Konsumgüternachfrage verzögerte internationale Nachfrage nach Investitionsgütern nieder. Die Ausfuhr pharmazeutischer Erzeugnisse (9 Prozent der Gesamtausfuhr) verzeichnete zwar eine nur schwache Zunahme im dritten gegenüber dem zweiten Quartal (plus 2 Prozent), zeigt sich allerdings insgesamt von der Wirtschaftskrise kaum betroffen: Um immerhin 15 Prozent liegen die baden-württembergischen Pharmaexporte im ersten Dreivierteljahr 2009 über denen des Vorjahreszeitraums.

Frankreich bleibt Baden-Württembergs wichtigster Handelspartner: 9,2 Prozent der Gesamtausfuhren der ersten drei Quartale wurden ins westliche Nachbarland geliefert. Der entsprechende Warenwert in Höhe von 8,4 Milliarden Euro liegt noch um 21 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums. Rang zwei der Bestimmungsländer nehmen mit 8 Prozent die Vereinigten Staaten ein. Sie kauften bis Ende September ein Viertel weniger Waren aus Baden-Württemberg als im Vorjahr. Die Schweiz, die Niederlande und Österreich sind die nächst größten Handelspartner Baden-Württembergs. Der Außenhandel insbesondere mit den beiden Alpenstaaten hat im Vergleich relativ wenig eingebüßt beziehungsweise sogar leicht gewonnen (Schweiz: minus 3,8 Prozent, Österreich: plus 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum).

(Stat. Landesamt)