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IT / Kommunikation | Do, 11.04.2013 13:31

Führungskräfte nutzen häufiger private Endgeräte am Arbeitsplatz

Das Konzept „Bring your own“ ist bei Mitarbeitern mit Führungsverantwortung deutlicher ausgeprägt. Das zeigt die aktuelle Breitenbefragung „Consumerization Study CIO Challenges 2012“ der techconsult GmbH im Auftrag von Microsoft Deutschland. Private Endgeräte kommen bei Führungskräften auf einen Einsatzgrad von 80 Prozent. Unter Mitarbeitern ohne Führungsverantwortung liegt dieser bei 64 Prozent. Jede zehnte Führungskraft nutzt auch private Softwareanwendungen.

Die Nutzung von privaten Endgeräten und Anwendungen unterscheidet sich zwischen Führungskräften und Mitarbeiten ohne Führungsaufgabe deutlich. (Grafik: techconsult)

Die Nutzung von privaten Endgeräten und Anwendungen unterscheidet sich zwischen Führungskräften und Mitarbeiten ohne Führungsaufgabe deutlich. (Grafik: techconsult)


Eine zentrale Frage für den Anwender ist es, ob das Endgerät in das Unternehmensnetz eingebunden wird. Das bedeutet, dass man die Kontrolle über sein Gerät der unternehmenseigenen IT überlässt. Im Gegensatz zu den Führungskräften kann bei den Angestellten ohne Führungsposition festgestellt werden, dass die Bereitschaft, die Kontrolle über ihre Endgeräte abzugeben, nahezu vollständig fehlt. Die Mehrheit der Angestellten ohne Führungsposition möchte die Hoheit über ihre privaten Daten nicht verlieren. Nur neun Prozent würden ihr privates Endgerät auch nutzen, wenn sie die Kontrolle darüber ihrem Unternehmen überlassen müssten. Unter den Führungskräften liegt der Anteil dagegen bei 30 Prozent.

„Die Unternehmen sind beim Einbinden der Endgeräte ins Unternehmensnetzwerk in der Pflicht, Vertrauen aufzubauen und seitens des Datenschutzes Vorsorge zu treffen, dass einerseits eine klare Trennung von Geschäfts- und Privatdaten und andererseits die Unversehrtheit der Privatdaten gewährleistet ist. Die größten Bedenken bestehen derzeit eindeutig in Bezug auf die Datensicherheit. Seitens der Unternehmen müssen technische Voraussetzungen bzw. Sicherheitsmaßnahmen getroffen und definiert werden, welche sich u.a. maßgeblich auf Zugangsschutz, Verschlüsselung und Virenschutz beziehen“, so Verena Bunk, Analyst bei techconsult und Projektleiterin der Studie.

Die Studienergebnisse zeigen, dass Angestellte ohne leitende Position in Bezug auf „Bring your own“ einen deutlich schwereren Stand haben als Führungskräfte. Sie treffen auf eine geringere Akzeptanz und Unterstützung im Unternehmen. 18 Prozent der Angestellten ohne Leitungsfunktion gaben an, dass ihr Unternehmen die Nutzung von privaten Endgeräten befürworte. Das Arbeiten mit privaten Anwendungen wird von neun Prozent der Unternehmen begrüßt. Bei Führungskräften liegt der Anteil deutlich höher. Nach Angaben der Mitarbeiter sind es nur acht Prozent der Unternehmen, die aktiv den Einsatz von privaten Endgeräten auf Abteilungsebene unterstützen, z. B. durch Kostenübernahme. Auch hier sind Führungskräfte deutlich im Vorteil.

(Redaktion)