Sign In

Welcome, Login to your account.

Vermischtes | Fr, 10.12.2010 08:14

Gründung der Trinationalen Metropolregion Oberrhein

Seit 1975 haben die Regierungen Frankreichs, Deutschlands und der Schweiz im „Bonner Abkommen“ die grenzüberschreitende Zusammenarbeit am Oberrhein institutionalisiert. Im 35. Jubiläumsjahr dieser Deutsch-Französisch-Schweizerischen Regierungskommission fand am 9. Dezember 2010 in Offenburg die Gründung der ersten trinationalen Metropolregion in Europa statt.

Unterzeichnung der Offenburger Erklärung durch die nationalen Minister aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz; v.l.n.r.: Philippe Richert, Werner Hoyer, Peter Maurer. (Foto: Hubert Burda Media)

Unterzeichnung der Offenburger Erklärung durch die nationalen Minister aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz; v.l.n.r.: Philippe Richert, Werner Hoyer, Peter Maurer. (Foto: Hubert Burda Media)


Neben Ministerpräsident Stefan Mappus, dem Schweizer Staatssekretär Peter Maurer und Philippe Richert, Präsident des Regionalrats Elsass, waren zahlreiche Vertreter der nationalen und regionalen Ebenen beim Festakt anwesend.

Der Gründung der Trinationalen Metropolregion Oberrhein geht ein langjähriger Prozess voraus. Die Struktur der Oberrheinregion ist nicht vergleichbar mit bereits bestehenden Metropolregionen. Die Besonderheit liegt darin, dass die Oberrhein-Region polyzentrisch aufgestellt ist. Es gibt keine Metropole im klassischen Sinne, sondern ein dichtes Netz von Groß-, Mittel- und Kleinstädten, die mit den dazwischen liegenden ländlichen Räumen eine homogene Solidargemeinschaft bilden. Der Begriff „Trinationale Metropolregion Oberrhein“ hat sich trotz des atypischen Charakters der Metropolregion durchgesetzt. Auch die vom Deutsch-Französischen Ministerrat am 4. Februar 2010 verabschiedete Agenda 2020 verwendet diesen Begriff.

„Die Partner am Oberrhein haben sich zum Ziel gesetzt, durch eine intensive Zusammenarbeit von Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft den Oberrhein als ein europäisches Kraftzentrum sichtbar zu machen und auszubauen.“, erklärte Urs Wüthrich-Pelloli, Präsident der Deutsch-französisch-schweizerischen Oberrheinkonferenz und Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft.

Die TMO umfasst folgende Gebiete:

Deutschland: Baden-Württemberg: Die Regionen Mittlerer Oberrhein und Südlicher Oberrhein und die Landkreise Lörrach und Waldshut; Rheinland-Pfalz: Aus der Rheinpfalz den Raum Südpfalz mit den Landkreisen Südliche Weinstraße und Germersheim sowie die kreisfreie Stadt Landau in der Pfalz und aus der Region Westpfalz die Verbandsgemeinden Dahner Felsenland und Hauenstein

Frankreich: Région Alsace (Départements Bas-Rhin und Haut-Rhin)

Schweiz: Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau, Jura und Solothurn.

(Redaktion)