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Unternehmensnachrichten | Mo, 12.04.2010 09:37

GTÜ wächst doppelt so schnell wie der Gesamtmarkt

Die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung legt weiter zu. Obwohl zahlreiche Pkw im Zuge der Abwrackprämie statt zur Hauptuntersuchung (HU) zur Schrottpresse fuhren, konnte die Stuttgarter Prüf- und Sachverständigenorganisation bei der Gesamtzahl aller von ihr geprüften Fahrzeuge weiter wachsen.

Marktanteile bei den Hauptuntersuchungen für 2009 (Grafik: GTÜ)

Marktanteile bei den Hauptuntersuchungen für 2009 (Grafik: GTÜ)


Im Jahr 2009 führten die Prüfingenieure 3,5 Millionen HU nach § 29 der Straßenverkehrs-zulassungsordnung (StVZO) durch. Mit 3,6 Prozent absoluten Wachstums erzielte die GTÜ im vergangenen Jahr den stärksten Zuwachs aller Überwachungsorganisationen und wuchs damit mehr als doppelt so schnell wie der Gesamtmarkt (1,7 Prozent).

"Mit ihrem überdurchschnittlichen Wachstum und der Steigerung des Marktanteils im Prüfgeschäft auf 13,7 Prozent hat die GTÜ ihren deutlichen Vorsprung als größte Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger weiter ausgebaut", bilanziert GTÜ-Geschäftsführer Rainer de Biasi die positive Geschäftsentwicklung. "Im Klartext heißt dies, dass fast jedes siebte in Deutschland zugelassene Fahrzeug GTÜ-geprüft unterwegs ist. Dies ist ein deutlicher Vertrauensbeweis in die qualitäts- und serviceorientierte Prüftätigkeit unserer Partner vor Ort", so de Biasi. Auch für 2010 geht die GTÜ von einem weiteren Wachstum aus.

Nach der erfolgreichen Akkreditierung durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ist für den Technischen Dienst der GTÜ mit dem Kooperationspartner FAKT Prüf- und Ingenieurzentrum der Weg frei zu Erstellung von Gutachten zur Einzelgenehmigung von Neufahrzeugen und Fahrzeugteilen. Der neue Service richtet sich an Hersteller und Importeure von Personenwagen, Nutzfahrzeugen, Omnibussen, Zugmaschinen und Anhängern sowie an Aufbauten- und Kfz-Teilehersteller, die eine entsprechende EG-Typgenehmigung bzw. EG-Betriebserlaubnis benötigen. Das Leistungsspektrum des Technischen Dienstes umfasst Prüfungen und Messungen für Gutachten in Sachen Motorleistung, Schadstoff- und Geräuschemission, Lenkung, Bremsen, Räder/Reifen, Elektrik/Elektronik, Sichtfeld, Materialfestigkeit, äußere Sicherheit, Massen und Abmessungen etc.

Vor diesem Hintergrund weist Rainer de Biasi auf den Widerspruch der derzeitigen Gesetzeslage hin: "Während Komplettfahrzeuge, die noch nicht im Verkehr waren, durch die GTÜ begutachtet werden dürfen, sind uns aufgrund der Monopolstellung von TÜV und Dekra selbst Gutachten zu einfachen Änderungen wie beispielsweise Reifen/Räder-Kombinationen an bereits im Verkehr befindlichen Fahrzeugen untersagt". Die GTÜ fordert deshalb den Gesetzgeber auf, das Monopol zu kippen und die GTÜ als gleichberechtigte Technische Prüfstelle anzuerkennen.

(ots)