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Wirtschaft | Di, 22.01.2013 08:49

Informationswirtschaft startet mit verhaltenen Erwartungen in das Jahr

In Bezug auf die konjunkturelle Entwicklung der Branche hat der Optimismus der Unternehmen der Informationswirtschaft im ersten Quartal 2013 nachgelassen. Die Unternehmen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage dagegen deutlich positiver als noch vor einigen Monaten. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) vom Dezember 2012.


Derzeit gibt es keinen Anlass, die Entwicklung der Konjunktur in der Informationswirtschaft mit Sorge zu betrachten. Der Teilindikator der Geschäftserwartungen fürs erste Quartal 2013 ist um 6,9 Punkte auf jetzt 55,6 Punkte zurückgegangen. Der Teilindikator für die Geschäftslage Ende 2012 ist um 8,5 Punkte auf 61,5 Punkte gestiegen. Damit liegen beide Teilindikatoren nach wie vor über der wichtigen 50-Punkte-Marke. Dies deutet auf eine günstige konjunkturelle Entwicklung der Branche hin. Dem entspricht, dass der Stimmungsindikator Informationswirtschaft insgesamt im vierten Quartal 2012 um 0,9 auf jetzt 58,5 Punkte zugelegt hat und sich damit ebenfalls weit über der 50-Punkte-Marke bewegt.

Der Wirtschaftszweig Informationswirtschaft setzt sich aus den Teilbranchen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), Mediendienstleister und wissensintensive Dienstleister zusammen. In der Teilbranche IKT werden die etwas weniger optimistischen Geschäftserwartungen für das erste Quartal 2013 durch eine deutliche Verbesserung der aktuellen Geschäftslage überkompensiert. Insgesamt verbessert sich damit die Stimmung der IKT-Unternehmen zum ersten Mal seit Anfang des Jahres 2012.

Für die Mediendienstleister setzt sich die Aufhellung der konjunkturellen Stimmung, die im dritten Quartal 2012 zu beobachten war, nicht weiter fort. Für den Mediensektor gilt, wie auch für die gesamte Informationswirtschaft, dass die aktuelle Lage positiver ausfällt als die Erwartungen für die künftige konjunkturelle Entwicklung. Allerdings geht die Schere zwischen den beiden Komponenten des Stimmungsindikators bei den Mediendienstleistern besonders weit auseinander.

Der Stimmungsindikator für die wissensintensiven Dienstleistungen fällt moderat um 4,2 Punkte auf einen Wert von 55,1 Punkten. Er erreicht damit den niedrigsten Stand seit zwei Jahren. Dennoch signalisiert der Stand des Indikators eine weiterhin positive Konjunkturentwicklung bei wissensintensiven Dienstleistungen. Ursächlich für den leichten Stimmungsdämpfer sind bei praktisch unveränderter Geschäftslage deutlich sinkende Geschäftserwartungen.

(Redaktion)