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Wirtschaft | Fr, 01.03.2013 10:03

Investitionen der Unternehmen legen im Jahresverlauf zu

Die Unternehmensinvestitionen in Deutschland werden sich 2013 wieder beleben. Die KfW erwartet, dass die Investitionsbereitschaft im ersten Halbjahr wegen der niedrigen Kapazitätsauslastung der Unternehmen noch verhalten sein wird. Dank einer anziehenden Konjunktur sollte ab Jahresmitte die Investitionstätigkeit wieder steigen. Für das Gesamtjahr dürfte sich eine "rote Null" von minus 0,1 Prozent ergeben.


„Die Unternehmensinvestitionen werden dieses Jahr wohl stagnieren - doch das ist eine gute Nachricht.“, kommentiert Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe, die Ergebnisse des aktuellen KfW-Investbarometers. „Der Rückgang ist endlich gestoppt, im Laufe des Jahres wird die Bereitschaft der Unternehmen mehr und mehr steigen, in Maschinen, Geräte oder Fabriken zu investieren. Im Jahr 2014 können die Unternehmensinvestitionen dann wieder wachsen, vorausgesetzt die Rezession in der Eurozone ist beendet.“

Für das vierte Quartal 2013 konstatiert das aktuelle KfW-Investbarometer den vierten Rückgang der Investitionen in Folge. Damit sind sie im Gesamtjahr 2012 trotz des außerordentlich günstigen Zinsumfelds um 2,5 Prozent geschrumpft. Ein relativ moderater Rückgang von 0,3 Prozent im vierten Quartal zeigt jedoch ebenso wie die jüngsten Unternehmensbefragungen, dass die Talsohle durchschritten ist.

Die Weltwirtschaft, insbesondere die USA, wird 2013 wieder Tritt fassen. Das stimmt  optimistisch für eine ansteigende Investitionstätigkeit, denn auch die Exporte werden zulegen. Dadurch wird die Bereitschaft der Exportunternehmen, wieder mehr zu investieren, zunehmen. Das nach wie vor günstige Zinsumfeld und der gute Kreditzugang erleichtern parallel dazu Investitionen in Erweiterungen. Die Energiewende schafft zudem Anreize für Investitionen in Rationalisierungsmaßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung. Trotz aller positiven Signale bleiben die Abwärtsrisiken jedoch hoch, allen voran sind hier die weiteren Entwicklungen in der Eurozone zu nennen.

(Redaktion)