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Wirtschaft | Di, 15.07.2008 11:12

Jahreswirtschaftsbericht für Baden-Württemberg 2007/2008 veröffentlicht

Wirtschaftsminister Ernst Pfister erwartet aufgrund der Exportstärke des Landes für 2008 ein Wachstum von gut zwei Prozent


Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Ernst Pfister erwartet aufgrund der Exportstärke des Landes für das laufende Jahr ein gutes Ergebnis für die baden-württembergische Wirtschaft. In seinem gerade erschienenen Jahreswirtschaftsbericht 2007/2008 prognostiziert Pfister eine Wachstumsrate von gut 2 Prozent. "Ich gehe davon aus, dass wir zwar den Vorjahreswert von 2,8 Prozent nicht erreichen werden", so Pfister, "aber die baden-württembergischen Unternehmen sind bisher gut mit den Rahmenbedingungen zurecht gekommen und es gibt derzeit keinen Grund zu Annahme, dass sich daran etwas ändern wird." Die Anstrengungen der Wirtschaft hinsichtlich Innovation und Rationalisierung hätten die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen auf dem Weltmarkt nachhaltig verbessert. Konkret wies Pfister darauf hin, dass die Exportzahlen des Landes im ersten Quartal 2008 ein Plus von 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aufweisen.

Die gute wirtschaftliche Entwicklung der letzten beiden Jahre hat auch auf dem Arbeitsmarkt Wirkung gezeigt. Die Zahl der Beschäftigten stieg im Land um 85.000 auf 5,5 Millionen. Ganz erfreulich sei, dass im letzten Jahr auch wieder mehr junge Menschen eine Berufsausbildung erhalten haben. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge stieg um fast 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

"Allerdings hinkt trotz des wirtschaftlichen Aufschwungs und trotz der gestiegenen Zahl an Beschäftigten der private Konsum noch immer der Gesamtentwicklung hinterher", erklärt Pfister. Der Handel konnte 2007 lediglich einen Zuwachs von 1,1 Prozent verzeichnen und für 2008 sind die Prognosen noch düsterer.“ Für Pfister liegt die Ursache der Konsumzurückhaltung in dem immer größer gewordenen Keil zwischen den Brutto- und den Nettoentgelten bei den Durchschnittsverdienern.

Neben den Steuern und Abgaben haben die Konsumenten auch unter den stark gestiegenen Kosten für Energie zu leiden. Hier ist nach Pfister in den nächsten Jahren keine Besserung zu erwarten, weshalb er erneut an die Bundesregierung appellierte, als Sofortmaßnahme die Steuersätze auf Öl und Gas zu reduzieren. Der Wirtschaftsminister forderte gleichzeitig alle Bürger auf, sich intensiv mit Fragen der Energieeffizienz und dem Einsatz erneuerbarer Energien auseinanderzusetzen. Nicht von ungefähr, so Pfister, läge ein Schwerpunkt des Jahreswirtschaftsberichts deshalb beim Thema Energie. Der Minister verwies dabei noch einmal auf das aktuelle Energiekonzept der Landesregierung, das im Jahreswirtschaftsbericht erläutert wird. Baden-Württemberg gehe darin, anders als die große Koalition auf Bundesebene, auf alle wichtigen energiepolitischen Fragen ein. „Wir stellen uns nicht nur Ziele hinsichtlich der Energieeffizienz und des Ausbaus der erneuerbaren Energieträger. Wir sagen auch, wie wir die Energieversorgung zukünftig sicherstellen wollen, welchen Energiemix wir anstreben und was wir für einen funktionierenden Wettbewerb tun werden“, erklärte Pfister.

Damit insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen des Landes auch weiterhin ihre Stellungen auf den in- und ausländischen Märkten halten und ausbauen können, will Pfister konsequent sein Programm zur Stützung der mittelständischen Wirtschaft fortsetzen, dessen Schwerpunkte in der Innovationsförderung, der beruflichen Bildung und Fortbildung, der Außenwirtschaftsförderung und der Unternehmensbetreuung liegen.

Der Jahreswirtschaftsbericht 2007/2008 ist über www.wm.baden-wuerttemberg.de erhältlich (als Download oder bestellbar als Papierexemplar).

Quelle: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg