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Vermischtes | Mo, 15.08.2011 09:03

Jede vierte Gemeinde in Baden-Württemberg mit Weinbau

Baden-Württemberg ist mit insgesamt 27.258 Hektar (ha) nach Rheinland-Pfalz (64.009 ha) das Bundesland mit der zweitgrößten Weinbaufläche. Der Anbau der Reben konzentriert sich hierzulande auf besondere Standorte wie Steil-, Hang- und Terrassenlagen, die für einen ausgesprochenen Qualitätsweinbau hervorragend geeignet sind.

Weinberge, wie hier bei Metzingen, prägen das Landschaftsbild in Baden-Württemberg. (Foto: Tabea Knabe)

Weinberge, wie hier bei Metzingen, prägen das Landschaftsbild in Baden-Württemberg. (Foto: Tabea Knabe)


Wie das Statistische Landesamt aufgrund der Ergebnisse der Rebflächenerhebung 2010 feststellt, wird in jeder vierten der 1.102 Gemeinden des Landes Weinbau betrieben. Darunter sind 14 Gemeinden, die auf ihren Gemarkungen jeweils über 400 ha Weinberge haben. Auf sie entfallen mit 8.465 ha knapp drei Zehntel der gesamten Rebfläche im Land.

Gemessen an der Gesamtfläche der Weinberge stehen mit Vogtsburg im Kaiserstuhl (1 339 ha) eine badische und mit der Heuss-Stadt Brackenheim (798 ha) eine württembergische Gemeinde an der Spitze. In Lauffen am Neckar, Endingen und Sasbach am Kaiserstuhl sind rund ein Viertel der Bodenflächen mit Reben bestockt, in den beiden Kaiserstuhlgemeinden Ihringen und Vogtsburg sogar 30 bzw. 36 Prozent. Diese Gemeinden sind vom Weinbau geprägt, während in den flächenmäßig großen Gemeinden, allen voran in Stuttgart, Freiburg und Heilbronn (2 bzw. 5 Prozent), der Weinbau nicht sofort ins Auge fällt.

Obwohl in den badischen wie auch in den württembergischen Weinbaugemeinden eine Vielzahl an Rebsorten kultiviert werden - die Spanne reicht von 24 Sorten in Oberkirch bis 62 Sorten in Ihringen - , dominieren doch immer einige wenige Sorten im Anbauspektrum. Dabei ist diese Konzentration bei den badischen Vertretern ausgeprägter als bei den Württembergern. Während sich in Baden lediglich zwischen 4 und 7 Rebsorten 90 Prozent der Rebflächen teilen, ist die Vielfalt in Württemberg mit 7 bis 15 Sorten deutlich höher.

In den großen badischen Weinbaugemeinden stehen auf den ersten Plätzen meist die Sorten Spätburgunder, Ruländer und Müller-Thurgau. In Durbach wie in Oberkirch verdrängt der Riesling den Ruländer auf Platz 4. In Müllheim liegt der Gutedel, die regionale Spezialität des Markgräflerlandes, nahezu gleichauf mit dem Spätburgunder an der Spitze. In Württemberg landen die Sorten Trollinger, Riesling und Lemberger immer auf dem Siegertreppchen. Einzig Lauffen am Neckar, die Hauptstadt des Schwarzrieslings, macht hier eine Ausnahme, denn sechs von zehn Weinbergen sind dort mit Schwarzriesling bestockt. Mit weitem Abstand folgt dort Samtrot (9 Prozent) auf Rang 2.

(Redaktion)