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Wirtschaft | Fr, 03.04.2009 10:54

Kräftiger Personalabbau in der Südwestindustrie: Im Februar 9 900 Beschäftigte weniger als vor einem Jahr

Massives nominales Umsatzdefizit von 29 Prozent im bisherigen Jahresverlauf


Die Finanz- und globale Konjunkturkrise wirkt sich immer stärker auf die Beschäftigtenentwicklung in der Südwestindustrie1) aus. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes ging im Februar 2009 die Zahl der Industriebeschäftigten im Vergleich zum Vorjahresmonat kräftig um 9 900 auf 1 078 100 Personen zurück (−0,9 Prozent). Damit war bereits den zweiten Monat in Folge ein Rückgang der Beschäftigten in einem Vergleich zum Vorjahresmonat zu registrieren. Wesentlich schwächer fiel der Personalabbau im Vormonatsvergleich aus. So waren im Februar 3 600 Personen weniger in den baden-württembergischen Industriebetrieben beschäftigt als noch im Vormonat Januar (−0,3 Prozent). Im Durchschnitt der Monate Januar bis Februar 2009 ging damit die Zahl der Beschäftigten in der Südwestindustrie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5 400 auf 1 079 800 Personen zurück (−0,5 Prozent).

Die rasante Talfahrt der Industrieumsätze aus dem vierten Quartal 2008 hielt auch im Februar 2009 mit zunehmendem Tempo an. Bereits den fünften Monat in Folge musste die Südwestindustrie einen Umsatzeinbruch hinnehmen, der zugleich einen neuen Minusrekord bedeutete. Hierbei blieben die realisierten nominalen Umsätze im Februar mit 16,8 Mrd. Euro um kräftige 7 Milliarden Euro hinter dem Vorjahresergebnis zurück (− 29,5 Prozent). Die Industrieerlöse in den ersten beiden Monaten des Jahres 2009 erreichten insgesamt eine Höhe von 32,4 Mrd. Euro, was einem Umsatzdefizit von 13,2 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprach (−29,0 Prozent). Der massive Umsatzrückgang musste vor allem beim Auslandsgeschäft mit einem nominalen Umsatzminus von 8,3 Mrd. Euro (−34,6 Prozent) festgestellt werden. Dabei stiegen die Exporterlöse im bisherigen Jahrsverlauf insgesamt auf 15,7 Mrd. Euro an. Die Exportquote betrug damit 48,2 Prozent. Mit einem Minus von 5 Mrd. Euro fielen auch die Erlöse aus dem Inlandsgeschäft in Höhe von 16,8 Mrd. Euro unter das Niveau des Vorjahres zurück (−22,8 Prozent).

1) Verarbeitendes Gewerbe einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden. Neben den Industriebetrieben zählen dazu auch verarbeitende Handwerksunternehmen ab 50 Beschäftigte.

Quelle: Statistisches Landesamt