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Wirtschaft | Mi, 18.06.2008 11:26

Kraftwerke des 21. Jahrhunderts - Baden-Württemberg setzt Forschungsinitiative mit Bayern und Industriepartnern fort

Ministerpräsident Oettinger und Wissenschaftsminister Prof. Dr. Frankenberg: Öffentlich-private Forschungspartnerschaft für Energieversorgung der Zukunft


„Für die Energieversorgung der Zukunft brauchen wir Kraftwerke, die noch wirkungsvoller, kostengünstiger und umweltfreundlicher als bisher arbeiten. Um dieses Ziel zu erreichen, wollen wir den Forschungsverbund „Kraftwerke des 21. Jahrhunderts“, den wir gemeinsam mit dem Freistaat Bayern und Partnern aus der Industrie auf den Weg gebracht haben, fortsetzen. Dafür werden wir in den kommenden vier Jahren weitere 3 Mio. Euro aus Mitteln der Zukunftsoffensive III investieren.“ Dies erklärten Ministerpräsident Günther H. Oettinger und Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg im Anschluss an die Sitzung des Ministerrats am Dienstag (17. Juni 2008) in Stuttgart.

Neue Technologien für die fossile Kraftwerkstechnik
In der 2004 gestarteten und zunächst bis November 2008 laufenden Forschungsinitiative „Kraftwerke des 21. Jahrhunderts - KW21“ hätten Forschungsgruppen der Universitäten Karlsruhe und Stuttgart sowie des Deutschen Luft- und Raumfahrt-Zentrums in Stuttgart (DLR) gemeinsam mit Partnern aus der Industrie neue Technologien für Verbesserungen der fossilen Kraftwerkstechnik erforscht.

„Wir werden unseren Energiebedarf auch in den kommenden Jahrzehnten zu einem großen Teil mit fossilen Brennstoffen decken müssen. Umso wichtiger ist es, neue Technologien zur Verbesserung der fossilen Kraftwerkstechnik zu entwickeln, damit Energie kostengünstiger und mit weniger Belastungen für Klima und Umwelt produziert werden kann. Dieses wichtige energiepolitische Ziel, die positive Resonanz der Industriepartner und deren Bereitschaft, sich über die ursprüngliche Laufzeit hinaus zu engagieren, bestärken uns darin, das Projekt in den Jahren 2009 bis 2012 fortzusetzen“, betonten Oettinger und Frankenberg.

Wichtiger Beitrag zu Technologietransfer und Forschung
Die Initiative sei aber nicht nur energiepolitisch, sondern auch forschungspolitisch von hoher Bedeutung, sagten Oettinger und Frankenberg. „KW21 leistet einen wichtigen Beitrag zum Technologietransfer und ermöglicht den Universitäten Stuttgart und Karlsruhe sowie dem DLR, ihre starken Positionen in der Energieforschung auszubauen.“

Öffentlich-private Initiative
„Kraftwerke des 21. Jahrhunderts - KW21“ ist eine öffentlich-private Forschungsinitiative, die von Bayern und Baden-Württemberg, Unternehmen der Energietechnik sowie Kraftwerksbetreibern gemeinsam getragen wird. Ziel ist es, in Forschungsprojekten neue Technologien zur Verbesserung der fossilen Kraftwerkstechnik zu entwickeln. Dazu arbeiten Forscher aus Baden-Württemberg und Bayern mit Partnern aus der Industrie an insgesamt 36 Einzelprojekten. Inhalt sind neue Technologien für Kraftwerke, Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen und andere Verbrennungstechniken, aber auch ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Beteiligt sind die Universitäten Karlsruhe, Stuttgart, München und ErlangenNürnberg sowie das Deutsche Luft- und Raumfahrt-Zentrum in Stuttgart. Als Unternehmen beteiligen sich ALSTOM, E.ON, EnBW, ESYTEC, MTU Aero Engines, promeos, SGL Carbon, Siemens und Voith-Siemens Hydro-Power Generation.

Die Hälfte der Kosten der Einzelprojekte wird von den Unternehmen getragen. Die Mittel werden für Projektanträge vergeben, die von den Forschungseinrichtungen gestellt und von unabhängigen Gutachtern bewertet werden. Für die erste Phase hatte Baden-Württemberg 3,7 Mio. Euro aus Mitteln der Zukunftsoffensive III für Projekte im Land bereitgestellt, die Gesamtkosten in beiden Ländern betrugen einschließlich der Industriebeiträge 12,7 Mio. Euro.

Quelle: Staatsministerium Baden-Württemberg