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KMU & Freiberufler | Do, 04.04.2013 13:12

Leitfaden zur SEPA-Umstellung

Ab 1. Februar 2014 müssen elektronische Zahlungen durchgängig im neuen SEPA-Format abgewickelt werden. Darauf weist der Verband Bitkom hin. Die Folgen für Unternehmen und Verbraucher können gravierend sein, wenn sie sich nicht rechtzeitig darauf einstellen. Überweisungen im alten Format werden ab diesem Zeitpunkt nicht mehr dem Konto des Empfängers gutgeschrieben. Der Verband hat einen Leitfaden mit den wichtigsten Informationen zusammengestellt.


„Es ist fünf vor zwölf: Wer nicht rechtzeitig auf SEPA umstellt, dem droht die Zahlungsunfähigkeit“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Nach dem Bundestag hat im März 2013 auch der Bundesrat das SEPA-Begleitgesetz verabschiedet. „Mit der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt haben die Unternehmen Planungssicherheit für die Umstellung der Prozesse auf das SEPA-Format“, so Rohleder.

Der Bitkom hat einen SEPA-Leitfaden mit den wichtigsten Informationen zum neuen Verfahren veröffentlicht. Er ist als PDF unter www.bitkom.org/files/documents/BITKOM_SEPA-Leitfaden.pdf abrufbar.

Rohleder: „Die meisten Unternehmen meinen, sie seien von SEPA nicht betroffen und bereiten sich bislang nicht auf die Umstellung vor.“ Nach einer aktuellen Umfrage der Deutschen Bundesbank kennen drei Viertel (76 Prozent) aller Unternehmen nicht einmal den Begriff. Nur jedes zehnte Unternehmen weiß, worum es bei SEPA inhaltlich geht.

Für Privatpersonen werden Überweisungen ins Ausland viel einfacher. Allerdings kann kaum ein Bankkunde mit Begriffen wie BIC (die neue internationale Bankleitzahl) und IBAN (die neue internationale Kontonummer) etwas anfangen. Deutschland hinkt nach Angaben der Europäischen Zentralbank bei der Umstellung deutlich hinterher: Nur rund sieben Prozent aller Überweisungen von Verbrauchern und Unternehmen werden im neuen Format getätigt. In Finnland oder Slowenien sind es fast 100 Prozent.

(Redaktion)