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Wirtschaft | Fr, 09.08.2013 09:27

Noch zurückhaltender Personalbedarf im zweiten Quartal

Auf dem ersten Arbeitsmarkt gab es im zweiten Quartal bundesweit 937.000 offene Stellen. Das waren 80.000 bzw. acht Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Das berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).


Vor allem in Westdeutschland waren die Unternehmen zurückhaltend mit geplanten Einstellungen: Hier gab es im zweiten Quartal insgesamt 786.000 offene Stellen. Das waren neun Prozent weniger als im Vorjahresquartal. In Ostdeutschland blieb der Bedarf an neuen Mitarbeitern mit 151.000 dagegen nahezu konstant.

„Auch wenn sich damit die aufgehellte konjunkturelle Lage noch nicht im Einstellungsbedarf der Betriebe niedergeschlagen hat, blicken sie in der Tendenz eher optimistisch in die Zukunft“, betont IAB-Arbeitsmarktforscherin Anja Kettner. Jeder fünfte Betrieb erwartet für die kommenden zwölf Monate eine Ausweitung der Beschäftigung. Drei Viertel gehen von einer konstanten Entwicklung aus und nur sechs Prozent rechnen mit einem Beschäftigungsabbau.

Das IAB erfasst mit einer repräsentativen Betriebsbefragung viermal jährlich das gesamte Stellenangebot. Dazu zählen auch jene Stellen, die nicht den Arbeitsagenturen gemeldet werden. Im zweiten Quartal 2013 lagen Antworten von 9.000 Arbeitgebern aller Wirtschaftsbereiche vor.

(Redaktion)