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Vermischtes | Do, 22.03.2012 10:36

Nur jeder vierte Deutsche liest Nutzungsbedingungen im Internet

Die Nutzungsbedingungen von Online-Diensten haben bei deutschen Internetnutzern keinen hohen Stellenwert: Nur 27 Prozent studieren die so genannten Terms of Use, bevor sie zustimmen. 73 Prozent der Bundesbürger schauen sich die Nutzungsbedingungen nach eigener Auskunft nur oberflächlich an, bestätigen sie aber trotzdem.


Jeder dritte Deutsche liest die Vereinbarungen nur selten oder gar nicht (33 Prozent). Das ergibt eine repräsentative Umfrage der Kommunikationsberatung Faktenkontor und des Marktforschers Toluna unter 1.000 Bundesbürgern.

Danach gefragt, warum die Nutzungsbedingungen häufig übersprungen werden, begründen drei von zehn Befragten ihr Verhalten damit, dass in den Vereinbarungen sowieso immer das Gleiche drin steht. Nach Ansicht von weiteren knapp 18 Prozent sind die Nutzungsbedingungen in der Regel zu kompliziert. Etwa jeder siebte Deutsche vertraut außerdem darauf, dass es schon alles seine Richtigkeit haben wird.

Das Erstaunliche: Die Onlinenutzer stimmen sogar Nutzervereinbarungen von Webseiten ungelesen zu, denen sie eigentlich kein besonders großes Vertrauen entgegenbringen. So haben 44 Prozent der Facebook-User in Deutschland die Terms of Use nicht gelesen und sie trotzdem bestätigt. Und das, obwohl 86 Prozent der Befragten ihr Vertrauen in das soziale Netzwerk als höchstens mittelmäßig einstufen. Jeder Dritte spricht sogar von niedrigem Vertrauen.

(Redaktion)