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Wirtschaft | Mi, 29.02.2012 08:03

Online-Werbemarkt wächst 2011 auf 5,7 Milliarden Euro

Der Online-Werbemarkt in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf 5,7 Milliarden Euro angestiegen. Dies geht aus der Erhebung der Bruttowerbeinvestitionen durch den Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. hervor. Der Online-Anteil am Mediamix steigt weiter an und beträgt mit 19,6 Prozent rund ein Fünftel des Gesamtwerbemarkts. Online-Werbung bleibt weiterhin das zweitstärkste Medium nach TV. Für 2012 prognostiziert der OVK ein Wachstum der Online-Werbung von 11 Prozent auf über 6,3 Milliarden Euro Bruttowerbevolumen.


"In 2011 waren die Aktivitäten der Werbungtreibenden im Online-Sektor unverändert durch eine große Investitionsbereitschaft bestimmt. Das Internet konnte dadurch seine Position als zweitstärkstes Werbemedium im Mediamix behaupten. Angesichts der angespannten Weltwirtschaftslage und der noch nicht absehbaren Entwicklung der Euro-Krise geht der Online-Vermarkterkreis für 2012 von einem moderatem Steigerungsniveau in Höhe von 11 Prozent aus", sagt Paul Mudter (IP Deutschland), Vorsitzender des OVK im BVDW.

Im Jahr 2011 wurden Mediaspendings in Höhe von rund 5,7 Milliarden Euro (5.736 Millionen Euro) auf den Online-Werbemarkt verteilt. Dabei verzeichnet die klassische Online-Werbung mit 3.286 Millionen Euro den höchsten Wert der drei betrachteten Segmente. Auf dem zweiten Platz liegen die Werbeinvestitionen aus dem Bereich Suchwortvermarktung mit 2.076 Millionen Euro. Die Affiliate-Netzwerke folgen mit 374 Millionen Euro.

Für 2012 erwartet der OVK erneut eine positive Entwicklung des Online-Werbemarktes mit einem Wachstum von bis zu 11 Prozent. Der OVK prognostiziert damit ein Bruttowerbevolumen der Internet-Werbung in Höhe von über 6,3 Milliarden Euro.

Für die Erhebung der aktuellen Marktzahlen werden Bewertungsanpassungen von Nielsen für das Performance-Segment des klassischen Online-Werbemarktes wirksam. Infolgedessen fallen die Nominalwerte des Bruttowerbevolumens und des Zuwachses in 2011 etwas niedriger aus als nach dem alten Bewertungsmodus zur letztjährigen OVK-Prognose. Vergleiche mit den Marktzahlen der vorangegangen Jahre sind daher nicht mehr möglich und nicht zulässig.

(Redaktion)