Sign In

Welcome, Login to your account.

Wirtschaft | Di, 09.08.2011 10:16

Personalnachfrage in Deutschland wächst um 36 Prozent

Im Juli 2011 liegt der Monster Employment Index Deutschland bei 166 Punkten. Im Vergleich zum Vorjahr steigt die Online-Personalnachfrage in Deutschland somit um 36 Prozent. Deutschland behält mit diesem Jahresplus im Index seine führende Stellung vor allen anderen europäischen Ländern.


Im Bereich Transport und Logistik (um 78 Prozent gestiegen) wird im Juli zum dritten Mal in Folge das meiste Personal nachgefragt. Und das, obwohl der Sektor - verglichen mit dem Wachstum in den ersten fünf Monaten dieses Jahres - im letzen Monat einen leichten Rückgang verzeichnet. Auch Verwaltung und Organisation (um 60 Prozent gestiegen) kann ein Nachfrageplus verbuchen. Der Sektor Produktion (um 59 Prozent gestiegen) belegt im Juli erneut den dritten Platz der Industriesektoren mit dem stärksten Zuwachs in der Personalnachfrage im Vorjahresvergleich. Stark ist auch der Bereich Banken und Versicherungen (um 49 Prozent gestiegen), der im Juli zu den fünf Sektoren mit der stärksten Personalnachfrage gehört. Der Bereich verzeichnet sein stärkstes Juli-Wachstum seit 2009. Der einzige Sektor, der im Juli einen Rückgang des Nachfragezuwachses verzeichnet, ist Management und Beratung (um ein Prozent gesunken).

Bürokräfte und kaufmännische Angestellte (um 60 Prozent gestiegen) ist auch weiterhin die Berufsgruppe im Index mit dem stärksten Jahreszuwachs. Das lässt sich insbesondere auf die gestiegene Personalnachfrage in den Bereichen Verwaltung und Organisation zurückführen: Nach einem Nachfrageplus im Juni wird auch im Juli weiter Personal eingestellt. Die handwerklichen und verwandten Berufe (um 56 Prozent gestiegen) stehen wie bereits im Juni auf Platz zwei der stärksten Berufsgruppen im Vorjahresvergleich. Das kann auf eine verstärkte Personalnachfrage in den industriellen Sektoren zurückgeführt werden. Die Berufsgruppe der Fachkräfte in Landwirtschaft und Fischerei (um sechs Prozent gestiegen) verzeichnet im Vorjahresvergleich den geringsten Zuwachs an Online-Stellenangeboten, obwohl die Nachfrage verglichen mit Juni leicht angestiegen ist.

Alle 16 Bundesländer verzeichnen im Juli einen positiven Jahreszuwachs. Baden-Württemberg (um 59 Prozent gestiegen) führt die Regionen im Juli auch weiterhin an, trotz eines leichten Rückgangs verglichen mit dem Vorjahreswachstum im Juni. Berlin (um 29 Prozent gestiegen) nähert sich in der regionalen Nachfrage nach Personal dem Bundesdurchschnitt an und verzeichnet im Juli mehr Online-Stellenangebote, insbesondere in den Bereichen Produktion und Logistik sowie im Sektor Banken und Versicherungen. Hamburg (um fünf Prozent gestiegen) weist im Juli-Index die geringste Wachstumsrate aller Bundesländer auf.

"Obwohl sich im Vorjahresvergleich ein leichter Rückgang in der Wachstumsrate der Personalnachfrage verzeichnen lässt, verbessert sich die Arbeitsmarktsituation in Deutschland weiterhin stetig. Besonders Industriesektoren wie Transport und Logistik sowie Verwaltung und Organisation sind starke Wachstumsträger", sagt Andrea Bertone, CEO von Monster Europa. "Darüber hinaus verzeichnet Deutschland das höchste Wachstum in der Personalnachfrage in ganz Europa. Die regionale Betrachtung zeigt, dass Baden-Württemberg im Juli sogar die höchsten Wachstumszahlen seit 2005 verzeichnet."

(Redaktion)