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Wirtschaft | Di, 29.05.2012 08:23

Region Neckar-Alb: Gute Konjunktur bis Jahresende

Die Konjunktur in der Region Neckar-Alb bleibt stabil, die Aussichten für die kommenden Monate werden sogar wieder besser. Der regionale IHK-Konjunkturklimaindex steigt in diesem Frühsommer um einen Punkt auf 128. Laut jüngster IHK-Umfrage betrachten 50,3 Prozent der Unternehmen ihre gegenwärtige Geschäftslage als „gut“. Zum Jahreswechsel waren es noch 55,8 Prozent. Acht Prozent sind derzeit mit ihren Geschäften unzufrieden (Winter: 4,8 Prozent).


Bei den Erwartungen legen die Betriebe hingegen zu: 30 Prozent sehen bessere Geschäfte kommen (Winter: 25 Prozent). Vor allem Einzelhandel und Großhandel sehen mit 41 sowie 39,5 Prozent bessere Geschäfte auf sich zukommen. Die Zahl der Pessimisten nimmt über alle Branchen zugleich ab. 14,9 Prozent erwarten Rückgänge. Im Winter waren es noch 17,5 Prozent. „Wir befinden uns in einem Hoch“, sagt IHK-Präsident Christian O. Erbe. „Wenn die politische Großwetterlage stabil bleibt, kann die gute Konjunktur mindestens bis zum Jahresende anhalten.“

Auch bei Investitionen und Beschäftigung liefern die heimischen Firmen nach wie vor gute Nachrichten. 29 Prozent der Befragten wollen ihre Investitionen steigern, 45 Prozent auf gleichem Niveau halten und nur 17 Prozent werden weniger investieren. Auch die Beschäftigungsaussichten stützen die guten konjunkturellen Aussichten: Rund ein Viertel der Unternehmen will seinen Personalbestand weiter erhöhen, lediglich elf Prozent planen Entlassungen. Die größte Nachfrage nach Mitarbeitern vermeldet aktuell der Großhandel. Dort wollen 44 Prozent weitere Beschäftigung aufbauen.

Sorge machen den Unternehmen allerdings nach wie vor die steigenden Energie- und Rohstoffkosten. 54 Prozent sehen hier das Konjunkturrisiko Nummer eins, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Epp. „Sie belasteten den eigenen betrieblichen Ertrag und können das Wirtschaftswachstum insgesamt spürbar bremsen.“ Auf dem Weg zur Energiewende bleibe es Aufgabe der Politik, den Unternehmen „jederzeit ein Höchstmaß an Versorgungssicherheit zu wettbewerbsfähigen Preisen zu gewährleisten“, mahnt Epp. Die kürzlich veröffentlichte Standortzufriedenheitsumfrage der IHK unterstreicht dies: Die höchste Unzufriedenheit der Firmen gibt es mit Blick auf die Strompreise.

(Redaktion)