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Wirtschaft | Mo, 30.11.2009 10:05

Region Stuttgart für Einzelhandel weiter attraktiv

Die Region Stuttgart zählt nach wie vor bundesweit zu den attraktivsten Einkaufsstandorten. Obwohl der Ballungsraum von den Auswirkungen der Konjunkturkrise härter als andere Regionen Deutschlands getroffen wurde, ist er mit unter dem Bundesdurchschnitt liegenden Umsatzrückgängen und einer hohen Kaufkraft ein äußerst lohnender Standort für Händler: 15,24 Milliarden Euro - das sind mehr als ein Viertel des einzelhandelsrelevanten Konsumpotenzials von ganz Baden-Württemberg und rund 4 Prozent Deutschlands - befinden sich in der Region Stuttgart. Dem steht ein Einzelhandelsumsatz von aktuell 13,62 Milliarden Euro gegenüber.


Damit fließen per Saldo gut 1,6 Milliarden Euro an Einzelhandels-Kaufkraft aus der Region Stuttgart in andere Regionen im In- und Ausland sowie in den Online-Handel ab. „Die Kaufkraft, die hier in der Region nicht abgeschöpft wird, hat ein Potenzial, das für viele Einzelhändler und Investoren von Interesse ist. Aber die Rahmenbedingungen vor Ort müssen stimmen“, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Andreas Richter. Die aktuelle Kennzahlenanalyse für den Einzelhandel wurde letzte Woche veröffentlicht und wird von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart alle zwei Jahre herausgegeben

Handlungsbedarf sieht Richter bei Städten und Gemeinden vor allem im Verzicht auf unnötige Bürokratie und Überregulierung, in einer guten Verkehrsinfrastruktur und der Erreichbarkeit der Innenstädte sowie bei ausreichenden bezahlbaren Parkplätzen. City-Maut und Durchfahrbeschränkungen für den Lieferverkehr seien dagegen nicht der richtige Weg. „Wer den Einzelhandel behindert, legt das Leben in unseren Stadt- und Gemeindezentren lahm.“

Der aktuellen Analyse zufolge verfügt die Region Stuttgart insgesamt über ein einzelhandelsrelevantes Konsumpotenzial von 15,24 Milliarden Euro und hat damit gegenüber 2007 rund 660 Millionen Euro verloren. Die Einzelhandelsumsätze in der Region Stuttgart fielen seit 2007 von 14,48 Milliarden Euro auf 13,62 Milliarden Euro um 860 Millionen Euro.

Die statistisch wohlhabendsten Bürger mit einer durchschnittlichen einzelhandelsrelevanten Pro-Kopf-Kaufkraft von 5.844 Euro leben im Landkreis Böblingen, knapp gefolgt von denen in Esslingen und Ludwigsburg. Beim Pro-Kopf-Umsatz der Kreise führt Stuttgart mit 6.799 Euro vor Böblingen und Göppingen.

Unter den Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern steht Gerlingen mit einer Kaufkraft von 6.619 Euro pro Kopf an der Spitze, gefolgt von Remseck und Schwieberdingen. Den größten Umsatz mit 9.285 Euro pro Kopf macht der Einzelhandel in Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern in Backnang. Ludwigsburg und Sindelfingen folgen auf den Plätzen 2 und 3.

Backnang und Ludwigsburg ziehen laut Untersuchung der IHK auch die höchste Netto-Kaufkraft von außerhalb an. So liegt der Umsatz im Backnanger Einzelhandel um 140 Millionen Euro über der Kaufkraft der Einwohner. In Ludwigsburg sind das sogar 320 Millionen Euro an zusätzlichem Umsatz.

Beim bundesweiten Umsatz-Ranking der Großstädte hält Stuttgart wie 2007 den 4. Platz nach München, Düsseldorf und Nürnberg. Beim Vergleich der Pro-Kopf-Kaufkraft der Metropolen verbesserte sich die Landeshauptstadt von Platz 6 auf 4 nach München, Düsseldorf und Frankfurt/Main.

Die IHK-Analyse „Region Stuttgart für Einzelhandel weiter attraktiv“ - Kennzahlen für den Einzelhandel: Kaufkraft, Umsatz und Zentralität in der Region Stuttgart 2009 steht zum Download auf www.stuttgart.ihk.de, Dok.-Nr. 31179, und kann als Broschüre bei der IHK Region Stuttgart, Martin Eisenmann, Telefon 07031 6201-49, kostenlos angefordert werden.

(IHK Stuttgart)