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Wirtschaft | Di, 06.03.2012 07:02

Südwestindustrie startet mit Umsatzminus ins Jahr 2012

Zum Jahresauftakt 2012 verbuchte die baden-württembergische Industrie einen Rückgang der Umsätze. Die realen Industrieumsätze gingen im Januar 2012 im Vergleich zum Vormonat Dezember 2011 spürbar um 3,3 Prozent zurück. Vor allem die Erlöse aus dem Auslandsgeschäft gaben mit einem Minus von 5,2 Prozent stark nach. Aber auch der Inlandsumsatz rutschte deutlich ins Minus (−1,2 Prozent). Lediglich die Produzenten von Vorleistungsgütern verbuchten ein leichtes Umsatzplus auf den Konten (0,3 Prozent). Dies teilt das Statistische Landesamt mit.


Bei den Konsumgüterproduzenten kam es hingegen zu Umsatzeinbußen von 1,6 Prozent. Noch deutlich stärker fiel der Umsatzrückgang bei den Investitionsgüterproduzenten aus (−5,2 Prozent). Im von Schwankungen weniger beeinflussten Zweimonatsvergleich Dezember/Januar gegenüber Oktober/November stiegen die Umsätze der Südwestindustrie leicht um 0,7 Prozent.

Im Januar 2012 lagen die Industrieumsätze preis- und arbeitstäglich bereinigt um 1 Prozent über dem Januar-Ergebnis des Vorjahres. Das Umsatzplus resultierte ausschließlich aus der positiven Erlösentwicklung im Inlandsgeschäft (3,3 Prozent). Das Auslandsgeschäft brachte hingegen ein Minus von 1,1 Prozent auf die Konten. Während die Investitionsgüter- (1,8 Prozent) und Vorleistungsgüterproduzenten (1,1 Prozent) jeweils eine Umsatzsteigerung erzielten, verbuchten die Konsumgüterproduzenten eine rückläufige Entwicklung (−1 Prozent). Insgesamt hält damit auch zum Jahresauftakt 2012 die bereits im Vorjahr einsetzende deutliche Abflachungstendenz beim Umsatzwachstum der Industrie weiter an. Nachdem die Entwicklung beim Auftragseingang bereits seit einigen Monaten den konjunkturellen Höhepunkt überschritten hat, dürfte dies für die Umsatzentwicklung in der nahen Zukunft gleichfalls zu erwarten sein.

Der Start in das Jahr 2012 verlief für die bedeutenden Industriebranchen im Land recht uneinheitlich. Die höchste Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr erzielte im Januar 2012 die Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren mit einem preis- und arbeitstäglich bereinigten Plus von 4,6 Prozent. Die Herstellung von Metallerzeugnissen und die Metallerzeugung und -bearbeitung erreichten jeweils eine Umsatzausweitung von 4,1 Prozent. In der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (3,4 Prozent) und dem Maschinenbau (2,5 Prozent) übertrafen die Zuwächse gleichfalls das Wachstumstempo der Südwestindustrie. Zu einem beachtlichen Umsatzrückgang kam es hingegen in der Herstellung pharmazeutischer Erzeugnisse (−3,4 Prozent) sowie der Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus (−5,4 Prozent) und der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (−9,2 Prozent).

(Redaktion)