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Wirtschaft | Do, 13.06.2013 08:59

Tourismus im Südwesten stagniert im Winterhalbjahr

Der im Frühjahr 2010 begonnene Aufschwung des baden-württembergischen Tourismusgewerbes setzte sich nach dem Jahresende 2012 nicht weiter fort. Die ersten vier Monate des Jahres 2013 waren vielmehr durch leichte Übernachtungsrückgänge geprägt. Lediglich im März wurde das Vorjahresergebnis knapp übertroffen. Das zeigen Auswertungen des Statistischen Landesamtes.

Der Raum Bodensee verzeichnete für das Winterhalbjahr einen deutlichen Rückgang bei den Übernachtungszahlen. (Foto: Tabea Knabe)

Der Raum Bodensee verzeichnete für das Winterhalbjahr einen deutlichen Rückgang bei den Übernachtungszahlen. (Foto: Tabea Knabe)


Damit schlug sich die gedämpfte konjunkturelle Lage in Verbindung mit einem nicht gerade reisefreundlichen Witterungsverlauf erstmals wieder negativ in den Tourismuszahlen nieder. Die Gästezahl in der heimischen Beherbergungsbranche (Beherbergungsbetriebe ab zehn Betten oder Stellplätzen) ging in den Monaten Januar bis April 2013 insgesamt um 1,2 Prozent zurück. Die Übernachtungen verminderten sich um zwei Prozent.

Beide Werte hatten in den Monaten November und Dezember 2012 noch zugelegt. So ergab sich für das gesamte Winterhalbjahr (November 2012 bis April 2013) noch ein leichter Zuwachs der Gästezahl um 0,3 Prozent. Die Übernachtungen stagnierten bei einem rechnerischen Rückgang um 0,1 Prozent praktisch. Allerdings sollte dabei auch berücksichtigt werden, dass die damit erneut erreichten 18,3 Millionen Übernachtungen immer noch weit über dem Niveau der Winterhalbjahre davor liegen.

Wie stets in jüngster Zeit war die Entwicklung bei den Auslandsgästen günstiger als bei den Inlandsgästen. Ihre Übernachtungen konnten im Winterhalbjahr 2012/13 noch um 2,7 Prozent zulegen. Gleichzeitig nahmen sie bei den Gästen aus Deutschland um 0,7 Prozent ab.

Auch in den anderen Marktsegmenten und Reiseregionen des Landes hielten sich Licht und Schatten in etwa die Waage. So stiegen einerseits die Übernachtungen der Vorsorge- und Reha-Kliniken, die lange Zeit das Sorgenkind der Branche gewesen waren, weiter leicht um 0,9 Prozent an. Auf der anderen Seite büßten die Gasthöfe und die Pensionen mit einem Rückgang um drei bzw. zwei Prozent doch etwas deutlicher ein.

In der Gliederung nach Destinationen zeigt sich ein unheitliches Bild. Das Württembergische Allgäu-Oberschwaben konnte leicht zulegen (1,8 Prozent). Gleiches gilt für die Regionen Mittlerer Schwarzwald mit 1,2 Prozent und Stuttgart mit einem Prozent. Der Raum Bodensee verzeichnete einen Rückgang um 5,9 Prozent, der Hegau um 3,2 Prozent. Insgesamt ergibt sich daraus jedoch in Hinblick auf die für die Branche wichtigere Sommersaison noch kein klares Bild.

(Redaktion)