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Wirtschaft | Mi, 06.11.2013 09:08

Ungleiche Verteilung der Kaufkraft in Europa

Den europäischen Verbrauchern stehen für das Jahr 2013 insgesamt etwa 8,62 Billionen Euro für ihre gesamten Ausgaben sowie zum Sparen zur Verfügung. Das ist das Ergebnis der GfK Kaufkraftstudie. Im Durchschnitt der 42 Studienländer entspricht dies einer Kaufkraft von 12.890 Euro pro Einwohner.


In den betrachteten Ländern gibt es weiterhin beträchtliche Unterschiede in der Summe, die die privaten Verbraucher für ihre Konsumausgaben zur Verfügung haben. Unverändert steht Liechtenstein auf Rang eins mit einer Pro-Kopf Kaufkraft von 58.844 Euro. Die Schweiz folgt mit 36.352 Euro auf Rang zwei, und Norwegen hält mit 31.707 Euro pro Kopf Rang drei. Deutschland liegt auf Platz acht mit 20.621 Euro.

Moldawien bildet mit nur rund 1.284 Euro pro Kopf weiterhin das Schlusslicht. Das ist nicht mal ein Zehntel des rechnerischen europäischen Durchschnitts, den in etwa Spanien mit rund 12.370 Euro pro Kopf repräsentiert.

Von der allgemeinen Kaufkraft müssen die Menschen alle Ausgaben für Essen, Wohnen und Dienstleistungen sowie Konsumwünsche bestreiten. Die Einwohner der kaufkraftstärksten Länder Europas müssen zwar einen großen Teil ihres Einkommens in Mieten und allgemein teurere Lebenshaltungskosten investieren. Für den Konsum über das Lebensnotwendige hinaus bleibt ihnen jedoch erheblich mehr Geld übrig als den Verbrauchern in kaufkraftschwachen Ländern.

Das europaweite Pro-Kopf Wachstum zum Vorjahr (revidiert) liegt bei 0,39 Prozent und damit unterhalb der von der EZB für 2013 angesetzten Inflationsrate von 1,5 Prozent. Die GfK Kaufkraftstudie betrachtet – zwecks einer bis zur feinsten regionalen Ebene einheitlichen Vergleichsbasis – die nominale Kaufkraft in Euro. Die Wechselkurse der nicht Euro-Länder beziehen sich auf die Angaben von Eurostat zum 8. August 2013.

(Redaktion)