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Wirtschaft | Mo, 18.04.2011 13:34

Unternehmen nutzen E-Commerce stärker für die Beschaffung als für den Vertrieb

Unter den Dienstleistern der Informationsgesellschaft hat sich die Nutzung von Electronic Commerce (E-Commerce) bei der Beschaffung von Vorleistungen weit stärker durchgesetzt als im Vertrieb der eigenen Produkte und Leistungen.


Knapp 64 Prozent der Unternehmen des Wirtschaftszweigs geben an, im Jahr 2010 Produkte oder Dienstleistungen über das Internet bestellt zu haben. Dagegen verkauften im Jahr 2010 nur rund 29 Prozent der Unternehmen ihre Produkte oder Dienstleistungen auch über das Internet. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage bei den Dienstleistern der Informationsgesellschaft, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim im März 2011 in Zusammenarbeit mit Creditreform, Neuss, durchgeführt hat.

Zu den Unternehmen des Wirtschaftszweigs Dienstleister der Informationsgesellschaft gehören IKT-Dienstleister (Unternehmen der Branchen Software und IT-Dienste, IKT-Fachhandel sowie Telekommunikationsdienste) und wissensintensive Dienstleister (Unternehmen der Branchen Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung, Architekturbüros, technische Beratung und Planung, Forschung und Entwicklung sowie Werbung).

„Die Unternehmen der Branche Software und IT-Dienste sind mit 81 Prozent führend bei der Beschaffung über das Internet, während die Steuerberater und Wirtschaftsprüfer mit rund 48 Prozent das Schlusslicht bilden“, erklärt Miruna Sarbu, Wissenschaftlerin am ZEW. Hinsichtlich der Nutzung von ECommerce für den Verkauf eigener Produkte oder Dienstleistungen im Jahr 2010 liegen die Telekommunikationsdienstleister weit vorne. Knapp 58 Prozent von ihnen bieten ihren Kunden die Möglichkeit, Bestellungen über das Internet aufzugeben. Am geringsten verbreitet ist der Einsatz von E-Commerce für den Verkauf eigener Produkte oder Dienstleistungen erneut bei den Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern mit lediglich zwölf Prozent der Unternehmen.

Insgesamt 17 Prozent der Unternehmen des Wirtschaftszweigs beziehen auch Leistungen über das Internet aus dem Ausland. Vor allem die Telekommunikationsdiensleister und die Unternehmensberater sind mit jeweils 27 Prozent der Unternehmen, die E-Commerce hierzu nutzen, überdurchschnittlich stark engagiert, während die technischen Berater und Planer sowie die Steuerberater und Wirtschaftsprüfer mit rund sieben beziehungsweise sechs Prozent die hintersten Plätze belegen.

Mit nur rund sechs Prozent der Unternehmen des Wirtschaftszweigs verkaufen wesentlich weniger Unternehmen ihre Produkte und Leistungen über das Internet auch ins Ausland. Der IKT-Handel ist hier Spitzenreiter mit etwa 19 Prozent der Unternehmen, die angeben, ihre Produkte oder Dienstleistungen auch über das Internet ins Ausland abzusetzen. Am wenigsten verbreitet ist der Verkauf von Leistungen über das Internet ins Ausland bei den technischen Beratern und Planern. Lediglich ein Prozent von ihnen berichtet von solchen Aktivitäten.

(Redaktion)