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Vermischtes | Do, 14.03.2013 14:12

Verbraucher schätzen Rabatte und kennen Möglichkeiten des Datenschutzes

Im Hinblick auf die Nutzung ihrer Daten und deren Schutz im Internet sind Verbraucher besser informiert und wesentlich aktiver als Verbraucherschützer und Politiker glauben. Das ist das Ergebnis einer Panelumfrage des Marktforschungsunternehmens mafo.de im Auftrag des Deutschen Dialogmarketing Verbandes (DDV).


Wer das Internet für Einkäufe nutzt oder über soziale Medien kommuniziert, gibt seine Daten keinesfalls leichtfertig her. Konsumenten wollen diese aktiv schützen. Sie nutzen deshalb auch die verschiedenen Möglichkeiten wie das regelmäßige Löschen von Cookies oder die Kontrolleinstellungen der Sichtbarkeit von Profilen in den Social Media. Auch bei den Vorteilen, die das Internet bietet, wie etwa online Rabatte zu sammeln, ist der Verbraucher nicht blauäugig. Nutzern dieser Vorteile ist durchaus bewusst, dass sie diese quasi mit der Erhebung ihrer Daten bezahlen müssen - ein "Deal", der akzeptiert wird.

Patrick Tapp, Vizepräsident Kommunikation im Deutschen Dialogmarketing Verband: „Internetaffine Verbraucher sind kritisch, gut informiert und nehmen den Schutz ihrer Daten - soweit möglich - auch gerne selbst in die Hand. Die Mär vom generell unmündigen Verbraucher, der vor Unwissenheit manipuliert werden kann und stetiger Gefahr vor Fallen ausgesetzt ist, ist populistisch gesehen, sehr wirksam, aber wie so oft bei vermeintlichen Wahrheiten am Ende eben auch schlicht und einfach falsch.“

Knapp 70 Prozent der Verbraucher gefällt die Möglichkeit, online Rabatte zu sammeln gut, und sie akzeptieren, dass Internetseiten Daten hierfür erheben. Auch das Angebot, gegen Angabe von Daten interessante Informationen per E-Mail-Newsletter zu erhalten, wird gerne genutzt: 53 Prozent gefällt diese Möglichkeit. Immerhin noch knapp 40 Prozent schätzen die Tatsache, dass Suchmaschinen vorangegangene Suchvorgänge nutzen, um nachfolgende Suchergebnisse zu optimieren. Weniger akzeptiert wird individualisierte Werbung in sozialen Medien (21,7 Prozent gut oder sehr gut). Auch die Lokalisierung in stationären Geschäften durch soziale Medien (22,7 Prozent gut oder sehr gut) schneidet schlechter ab.

71,9 Prozent kennen und nutzen die Möglichkeiten, die Sichtbarkeit ihres Profils in sozialen Medien zu kontrollieren, 71,2 Prozent löschen regelmäßig ihre Cookies. Knapp die Hälfte der Befragten (47,7 Prozent) gab an "stets die Datenschutzrichtlinien der besuchten Internetseiten zu lesen", etwa gleich viele Befragte (47,4 Prozent) gaben zu Protokoll, "aus Datenschutzgründen unterschiedliche Suchmaschinen zu nutzen".

Nicht nur die Nutzung, auch die Akzeptanz von Datenschutz im Internet wurde erfragt. Hohe Zustimmung findet etwa die folgende Aussage "Ich gebe so wenig Daten wie eben möglich über mich im Internet preis". Fast ebenso viel Zustimmung fand die Aussage "Bevor ich persönliche Daten im Internet preisgebe, erkundige ich mich über den Anbieter und die zukünftige Datennutzung".

Damit ist jedoch auch klar: Verbraucher erwarten, dass sich Unternehmen zum Datenschutz bekennen und dieses deutlich kommunizieren. Sie wünschen sich mehr Kontrolle über ihre Daten und mehr Informationen zum Datenschutz.

Dem Themenkreis "personalisierte Werbung im Internet" sind stehen Verbraucher aufgeschlossen gegenüber. Sie fordern aber Transparenz. Die Aussage "Es muss Transparenz darüber herrschen, was mit den Daten gemacht wird" fand breite Zustimmung. Allerdings erkennen Verbraucher an, dass Werbung im Internet dazu beiträgt, viele Angebote kostenfrei zu halten.

(Redaktion)