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Wirtschaft | Di, 01.09.2015 08:59

Verbraucherpreise im August um 0,2 Prozent gestiegen

Der Verbraucherpreisindex erhöhte sich im August in Baden‑Württemberg gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,2 Prozent. Damit liegt die Teuerungsrate weiterhin auf niedrigem Niveau und bewegt sich nun seit Mai 2014 unter der Marke von einem Prozent. Gegenüber dem Vormonat Juli blieben die Verbraucherpreise im August 2015 unverändert. Das teilt das Statistische Landesamt mit.


Der weiter fallende Rohölpreis drückt die Preise für Heizöl (minus 25,8 Prozent gegenüber August 2014) und Kraftstoffe (minus 7,3 Prozent) weiter spürbar nach unten. Ohne Berücksichtigung dieser Mineralölerzeugnisse läge die Teuerungsrate mit 0,8 Prozent deutlich höher. Auffallend ist die unterschiedliche Entwicklung bei den Kraftstoffen: Während sich der Dieselpreis mit 12,3 Prozent stark verbilligte, war der Rückgang bei Superbenzin weniger stark ausgeprägt (minus 5,5 Prozent). Bei anderen Energiearten bewegten sich die Preise kaum: bei Brennholz bzw. Holzpellets sowie Fernwärme erhöhten sich die Preise geringfügig (jeweils 0,1 Prozent). Unverändert blieb der Strompreis. Gas wurde um 0,5 Prozent billiger.

Bei den Nahrungsmitteln stiegen die Preise binnen Jahresfrist um 0,6 Prozent. Teurer wurde insbesondere Gemüse (11,3 Prozent) und Obst (8,3 Prozent). Nachgegeben haben dagegen die Preise für Molkereiprodukte (einschließlich Eier) mit minus 5,9 Prozent sowie für Speisefette und –öle mit minus 5,5 Prozent. Alkoholfreie Getränke verbilligten sich um 3,1 Prozent, insbesondere koffeinfreie Limonaden wurden billiger (minus 10,7 Prozent). Bei den Ausgaben rund um das Wohnen (Nettokaltmiete und Mietnebenkosten) stiegen die Preise gegenüber August 2014 um 1,2 Prozent. Bei Dienstleistungen rund um das Reisen sanken die Preise für Flugtickets um 4,5 Prozent. Übernachtungen in BadenWürttemberg wurden um 1,5 Prozent teurer und in der Gastronomie stiegen die Preise um 2,8 Prozent. Spürbar angezogen haben die Preise für Taxifahrten mit 8,7 Prozent. Rückläufig waren dagegen die Preise für Unterhaltungselektronik (minus 7,0 Prozent) und Telefongeräte (minus 4,2 Prozent).

Im Vergleich zum Vormonat Juli 2015 sank der Preis für Heizöl um 3,9 Prozent. Kraftstoffe wurden um 3,0 Prozent billiger, dabei sank der Preis für Superbenzin stärker (minus 3,3 Prozent) als der Preis für Diesel (minus 2,1 Prozent). Bei Nahrungsmittel gaben die Preise binnen Monatsfrist leicht nach (minus 0,2 Prozent). Insbesondere Speisefette und -öle wurden günstiger (minus 2,5 Prozent). Bei Bekleidung und Schuhen führte die Einführung der Herbst- bzw. Winterware zu einem saisonalen Preisanstieg von 2,7 Prozent. Pauschalreisen verteuerten sich um 2,3 Prozent. Billiger wurden dagegen Übernachtungen in BadenWürttemberg (minus 1,4 Prozent). Auch für Bücher musste weniger bezahlt werden (minus 3,0 Prozent).

(Redaktion)