Sign In

Welcome, Login to your account.

Wirtschaft | Do, 28.07.2011 08:51

Verbraucherpreise im Südwesten steigen auf neues Jahreshoch

Im Juli 2011 erhöhte sich der Verbraucherpreisindex für Baden-Württemberg gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,7 Prozent auf einen Indexstand von 111,5 (2005=100). Damit erreichte die Teuerungsrate ein neues Jahreshoch und zugleich den höchsten Anstieg seit Oktober 2008. Gegenüber dem Vormonat Juni erhöhten sich die Preise um 0,5 Prozent. Dies teilte das Statistische Landesamt mit.


Weiterhin angetrieben wird die Gesamtentwicklung durch den Preisanstieg bei Heizöl (26,1 Prozent gegenüber Juli 2010) und Kraftstoffen (12,7 Prozent). Ohne Berücksichtigung dieser Mineralölerzeugnisse hätte der Anstieg der Verbraucherpreise nur bei 1,9 Prozent gelegen. Bei den Kraftstoffen zog dabei der Dieselpreis (16,2 Prozent) stärker an als der Preis für Super (11,5 Prozent). Auch beim Strompreis (7,5 Prozent) und der Fernwärme (6,5 Prozent) lag der Anstieg deutlich über der Gesamtentwicklung, während beim Gas (2,0 Prozent) die angekündigten Preiserhöhungen noch nicht wirksam wurden.

Auch bei den Reisedienstleistungen legten die Preise im Ferienmonat Juli zu. Insbesondere Flugtickets verteuerten sich deutlich um 15,6 Prozent. Pauschalreisen wurden nach dem deutlichen Anstieg im Juni im aktuellen Monat nochmals um 2,9 Prozent teurer. Merklich geringer fiel dagegen die Preisentwicklung bei Übernachtungen in Baden-Württemberg aus (1,7 Prozent).

Nahrungsmittel verteuerten sich in Baden-Württemberg binnen Jahresfrist um 1,3 Prozent. Insbesondere Speiseöle wie Sonnenblumen- / Rapsöl (25,9 Prozent) oder Speisefette wie Butter (8,8 Prozent) verteuerten sich spürbar. Billiger wurde dagegen Gemüse (minus 5,6 Prozent), wobei hier die Preiseinbrüche durch die EHEC-Epidemie zum Teil noch nachwirken. Auch bei Getränken zogen die Preise teilweise deutlich an, insbesondere Bohnenkaffee (24,1 Prozent) und koffeinfreie Limonaden (19,9 Prozent) wurden spürbar teurer. Bei den Ausgaben rund um das Wohnen (Mieten und Wohnungsnebenkosten) stiegen die Preise um 1,3 Prozent. Bekleidung verteuerte sich um 3,0 Prozent. Billiger wurden dagegen PC-Ausstattung (minus 11,2 Prozent) und Unterhaltungselektronik (minus 6,5 Prozent).

Gegenüber dem Vormonat Juni 2011 stieg der Preis für Heizöl um 2,5 Prozent an. Kraftstoffe wurden um 1,7 Prozent teurer. Nachgegeben haben dagegen die Preise für Nahrungsmittel (minus 0,6 Prozent), während alkoholfreie Getränke sich merklich verteuerten (1,4 Prozent). Bekleidung wurde aufgrund der beginnenden Schlussverkaufssaison um 3,0 Prozent billiger. Stark verteuert haben sich dagegen saisonbedingt Reisedienstleistungen wie Flugtickets (14,7 Prozent), Übernachtungen in Baden-Württemberg (11,1 Prozent) und Pauschalreisen (10,5 Prozent).

(Redaktion)