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Wirtschaft | Mi, 29.02.2012 10:16

Verbraucherpreise in Baden-Württemberg ziehen wieder an

Im Februar 2012 erhöhte sich der Verbraucherpreisindex für Baden-Württemberg gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,5 Prozent auf einen Indexstand von 112,9 (2005=100). Im Vergleich zum Januar (plus 2,2 Prozent) hat damit das Tempo des Preisanstiegs wieder zugelegt. Gegenüber dem Vormonat stiegen im Februar die Preise um 0,9 Prozent.Dies teilt das Statistische Landesamt mit.


Deutlich zugelegt haben binnen Jahresfrist die Preise für Heizöl (19,5 Prozent) und Kraftstoffe (9,8 Prozent). Ohne Berücksichtigung dieser Mineralölprodukte läge der Gesamtanstieg bei den Verbraucherpreisen bei 1,9 Prozent. Bei den Kraftstoffen legte dabei der Preis für Superbenzin (10,1 Prozent) stärker zu als für Diesel (8,8 Prozent). Die deutliche Zunahme wird dabei mit den hohen Importpreisen für Rohöl aufgrund des schwelenden Konfliktes mit dem Iran sowie Währungseinflüssen begründet. Auch andere Energiearten legten zu. So stiegen der Gaspreis gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,9 Prozent und der Fernwärmepreis um 6,6 Prozent an. Strom verteuerte sich um 2,7 Prozent.

Deutlich angestiegen sind im Februar auch die Preise für Nahrungsmittel (2,6 Prozent). So verteuerten sich Speisefette und –öle um 9,0 Prozent, Fleischprodukte um 6,0 Prozent und Molkereiprodukte (einschließlich Eier) um 5,0 Prozent. Auch bei Brot und Getreideerzeugnissen legten die Preise zu (3,3 Prozent). Billiger wurde im Jahresvergleich dagegen Obst (minus 5,0 Prozent). Bei den alkoholfreien Getränken verteuerten sich insbesondere Bohnenkaffee (17,7 Prozent), Kakao (8,5 Prozent) und Colagetränke (7,1 Prozent).

Tabakwaren verteuerten sich, auch aufgrund der Steuererhöhung zu Jahresbeginn, binnen Jahresfrist um 4,9 Prozent. Die Preise für Ausgaben rund um das Wohnen (Nettokaltmiete und Wohnnebenkosten) legten dagegen moderat um 0,8 Prozent zu. Dämpfend wirkte dabei die Senkung bei den Müllentsorgungsgebühren um 2,1 Prozent. Bekleidung verteuerte sich um 3,3 Prozent. Bei Ausgaben zur Gesundheitspflege lag der Preisanstieg bei 1,7 Prozent. Auch die Preise rund um das Reisen legten zu. So wurden Flugtickets, auch aufgrund höherer Treibstoffzuschläge, um 11,1 Prozent teurer und Pauschalreisen um 4,5 Prozent. Billiger wurde dagegen PC-Ausstattung (minus 9,5 Prozent) und Unterhaltungselektronik (minus 8,9 Prozent).

Im Vergleich zum Vormonat legten die Preise für Heizöl um 5,0 Prozent zu. Kraftstoffe verteuerten sich um 2,2 Prozent. Nahrungsmittel verteuerten sich um 1,5 Prozent, insbesondere die Preise für Gemüse legten mit 8,4 Prozent sprunghaft zu. Einfluss dürfte dabei die Kältewelle zum Anfang des Monats gehabt haben. Teurer wurden auch Brot und Getreideerzeugnisse (1,3 Prozent) sowie Fleischprodukte (1,1 Prozent). Bekleidung wurde mit der Einführung der Frühjahrskollektion um 3,3 Prozent teurer. Zugelegt haben auch die Preise für Edelmetallschmuck mit 3,6 Prozent. Deutlich teurer wurden gegenüber Januar 2012 auch Pauschalreisen (9,4 Prozent) und Übernachtungen in Baden-Württemberg (3,5 Prozent). Das Ende der Wintersaison lässt dagegen die Preise für Wintersportartikel deutlich sinken (minus 14,4 Prozent). Bei den Verbrauchsgütern für die Gartenpflege haben dagegen die Preise zugelegt (6,4 Prozent).

(Redaktion)